Vermischtes
Giglios brutales Aufwachen aus dem Winterschlaf
Der Unfall der Costa Concordia vor der Insel Giglio interessiert die Weltöffentlichkeit. Unermüdlich berichten Journalisten aus aller Welt über die neusten Entwicklungen. Heerscharen von Rettern, Polizisten und Journalisten überrannten die kleine Insel. SF-Korrespondent Philipp Zahn hat einen Blick hinter die Kulissen geworfen.
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Die unermüdlichen Helfer von Giglio haben viele Namen: Caterina, Francesca, Fabio oder Ido. Erst mussten sie 4000 Passagiere und Besatzungsmitglieder mitten in der Nacht versorgen. Nun müssen sie sich um ein Heer von Helfern, Ordnungskräften, Technikern und Journalisten kümmern. Noch nie wurde Giglio im Januar so brutal aus seinem Winterschlaf gerissen.
Hotel-Terrasse in Journalistenhand
Der Hafen, in dem um diese Jahreszeit nur ein paar Fischerboote vertäut sind, ist voll mit Schiffen der Küstenwache, Carabinieri, Finanzpolizei und Feuerwehr.
Am Hafen stehen die Zelte der Einsatz-Zentralen und gleich daneben entlang der Promenade ein Heer von Satellitenwagen mit ihren Schüssel auf dem Dach. Scheinwerfer und Kameras stecken die Positionen der einzelnen TV-Stationen ab.
Die Europaische Fernsehunion (EBU) hat gleich die Terrasse eines ganzen Hotelrestaurants gemietet – natürlich mit Blick auf die Costa Concordia.
Costa Concordia: Was passierte vor dem Unglück?
In den italienischen Medien ist über die Ereignisse vor der verheerenden Kollision der Costa Concordia spekuliert worden. Die Internetausgabe der «Stampa» schrieb unter dem süffisanten Titel «Cherchez la femme» von «surrealen Verhältnissen» auf der Kommandobrücke des Kreuzfahrtschiffs vor dem Unglück. Lesen Sie hier mehr dazu
Das Wrack vor der Hafeneinfahrt thront über dem Treiben aller – Hilfskräfte, Journalisten und Inselbewohnern. Diese müssen jetzt anpacken: Caterina hat ihre Einliegerwohnung an einen Fernsehsender vermietet und hilft in der eingerichteten Kantine für die Rettungstaucher und Feuerwehrleute.
Ferienwohnungen ohne Heizungen
Ido kümmert sich im Sommer um den kleinen Jachthafen. Jetzt muss er helfen, die Schiffe der Küstenwache und anderer Ordnungskräfte zu vertäuen. Diese wurden auf die wenigen Hotels und Pensionen im Ort verteilt.
Die Journalisten dagegen müssen sich in den Ferienwohnungen einrichten. Die sind eigentlich für den Sommer gedacht, haben keine Heizung und sind mit 12 Grad genauso kalt wie die Strassen am Abend in Giglio.
Francesca und Fabio haben elektrische Heizstrahler vom Festland bestellt. Damit den Journalisten beim Schreiben die Finger nicht ganz so kalt werden. Dennoch richten sich alle geduldig ein.
Was die Passagiere der Costa Concordia durchmachen mussten, ist nicht zu vergleichen mit den Unannehmlichkeiten der Journalistenmenge.
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L. Kunz, Sallneck
)
(xylol
Verfasst am: 19.1.2012 19:31
12° ??
man wird's überleben - tagsüber scheint die... mehr
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