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International

Streit um Falkland-Inseln flammt wieder auf

Donnerstag, 19. Januar 2012, 16:53 Uhr

Harter Wortwechsel zwischen London und Buenos Aires: Wieder einmal geht es um die Falkland-Inseln, auf die auch Argentinien Ansprüche erhebt. Und wieder einmal sind die Fronten starr.

Bild Weltkarte mit Falkland-Inseln, Argentinien und Grossbritannien.
Die Falkland-Inseln sind britisches Überseegebiet. Seit 1833 werden sie von Argentinien beansprucht. sf

Im wieder aufgeflammten Streit zwischen Grossbritannien und Argentinien über die Falkland-Inseln im Südatlantik hat der britische Premierminister David Cameron den Ton verschärft. Cameron warf Argentinien «Kolonialismus» vor, was der argentinische Aussenminister Héctor Timerman umgehend und energisch zurückwies.

Flaggenstreit

Argentinien hatte kurz vor Weihnachten zusammen mit den drei Mercosur-Partnerländern einen Bann für Schiffe durchgesetzt, die unter der Flagge der Falkland-Inseln fahren. Entsprechend beflaggte Schiffe dürften keine Häfen in Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay anlaufen.

Cameron betonte, er wolle eine «starke Botschaft» in Richtung Argentinien aussenden. «Was die Argentinier vor kurzem gesagt haben ist, wie ich sagen würde, weit mehr als Kolonialismus, weil diese Leute britisch bleiben wollen, und die Argentinier wollen, dass sie etwas anderes tun», sagte er im Unterhaus mit Blick auf die Falkländer.

Der Ton zwischen Grossbritannien und Argentinien verschärft sich (Tagesschau Mittag, 19.01.2012)

Säbelrasseln

Am Dienstag hatte sich das britische Sicherheitskabinett mit dem Thema beschäftigt. Er habe die Sitzung anberaumt, um «sicherzustellen, dass unsere Verteidigung und alles andere in Ordnung ist», sagte Cameron.

Der in El Salvador weilende argentinische Aussenminister Timerman reagierte mit scharfen Worten: «Es fällt schon auf, dass Grossbritannien von Kolonialismus spricht, während das Land doch ein Synonym für Kolonialismus ist», sagte er. Argentinien sei vielmehr Opfer einer «kolonialen Situation».

Suche nach Öl

Die Inseln galten lange Zeit als wirtschaftlich bedeutungslos. Inzwischen bohren dort aber britische Unternehmen nach Öl. Argentinien sieht das als Verletzung internationalen Rechts an. Buenos Aires pocht immer wieder auf Gespräche über die Zukunft der Malvinas, wie die Inseln auf Spanisch heissen.

Vor 30 Jahren eskalierte der Streit

Die Briten kontrollieren die Falkland-Inseln seit Mitte des 18.Jahrhunderts. Vor 30 Jahren hatte Grossbritannien unter Premierministerin Margaret Thatcher Krieg gegen Argentinien um die Inselgruppe im Südatlantik geführt. Argentinien hatte die Malvinas für sich in Anspruch genommen.

Auf britischer Seite waren mehr als 250, auf argentinischer Seite knapp 650 Soldaten ums Leben gekommen. Die Briten kontrollieren die Falkland-Inseln seit Mitte des 18.Jahrhunderts.

(dpa/schj)

Kommentare aktiv...

J. Knecht, Bangkok
(knechtjosef Mann)
Verfasst am: 20.1.2012 2:29

Bitte Mercosul-Schiffe aus britischen Häfen verbannen!

Die Diplomatie beruht auf Reziprozität. Wenn Du... mehr

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J. Stump, Zürich
(Ilkka-Sotilas Mann)
Verfasst am: 19.1.2012 23:07

Noch eine Ergänzung, 2. Teil

...den Ruf haben, ziemlich arrogant zu sein, und... mehr

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J. Stump, Zürich
(Ilkka-Sotilas Mann)
Verfasst am: 19.1.2012 23:02

Noch eine Ergänzung, 1. Teil

Wenn die lateinamerik. Staaten verkünden, sie... mehr

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