Vermischtes
«Concordia»-Kapitän stürzte angeblich in Rettungsboot
Der Kapitän des havarierten Kreuzfahrschiffs «Costa Concordia» hat ein technisches Problem für sein angeblich unbeabsichtigtes frühes Verlassen des Schiffs verantwortlich gemacht. An der Unglücksstelle selber wurden die Rettungsarbeiten vorübergehend unterbrochen: Das Schiff hatte sich erneut bewegt.
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Vor einer Richterin sagte Kapitän Francesco Schettino laut italienischen Medienberichten: «Ich wollte nicht abhauen, sondern habe Passagieren geholfen, ein Rettungsboot ins Wasser zu lassen.» Als der Absenkmechanismus blockierte, plötzlich aber wieder ansprang, «bin ich gestrauchelt und lag plötzlich zusammen mit den Passagieren im Boot». Daraufhin habe er nicht mehr auf das Schiff zurückkehren können, weil sich dieses schon zu sehr in Schräglage befunden habe.
Dass Schettinos Version der Wahrheit entsprechen könnte, wird von italienischen Medien jedoch stark angezweifelt.
Ermittlungen ausgeweitet
Nach dem Kapitän des havarierten Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia», Francesco Schettino, sind mittlerweile weitere Offiziere ins Visier der Justiz geraten. Nach italienischen Medienberichten stehen dabei der zweite und dritte Offizier des Schiffs im Mittelpunkt. Die beiden sollen sich im gleichen Rettungsboot wie Kapitän Schettino befunden haben, der das Boot zu einem Zeitpunkt verlassen hatte, als noch hunderte Passagiere auf dem sinkenden Schiff waren.
Auch gegen einen Direktor der Costa-Reederei, der unter anderem für das Krisen-Management zuständig ist, soll ermittelt werden. Er steht unter dem Verdacht, das Verhalten von Schettino toleriert zu haben.
Kapitän unter Hausarrest
Der schwer belastete Kapitän Schettino wurde gestern aus der Untersuchungshaft entlassen und unter Hausarrest gestellt. Das entschied die zuständige Richterin nach einer dreistündigen Anhörung des 52jährigen Kapitäns. Sie sieht keine Fluchtgefahr, räumte allerdings ein, dass aber die Gefahr besteht, dass Schettino Beweise manipulieren könnte.
Gegen den Hausarrest-Entscheid hat die Staatsanwaltschaft Grosseto mittlerweile Einspruch eingelegt. Sie möchte den Kapitän weiter in U-Haft sehen.
Dem 52jährigen Kapitän wird mehrfache fahrlässige Tötung, Havarie und Verlassen des Schiffes mitten in der Evakuierung vorgeworfen. Schettino drohen bei einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Haft. Familienangehörige warnten in einem Communiqué vor einer Hetzkampagne gegen den Kapitän und baten um Respekt für seine Rechte.
Suche nach Opfern vorübergehend eingestellt
Die Rettungskräfte vor der italienischen Insel Giglio stellten ihre Suche nach weiteren Opfern des Schiffsunglücks am Morgen vorübergehend ein. Der Stop erfolgte aus Sicherheitsgründen, weil sich das havarierte Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» zuvor bewegt hatte.
Wann die Suche nach den Vermissten wieder aufgenommen wird, ist noch offen. Die toskanischen Behörden haben eine Liste mit den Namen der Vermissten nach dem Schiffunglück vor der Insel Giglio veröffentlicht. Gesucht werden 28 Personen, und zwar 24 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder.
Als vermisst gelten demnach 13 Deutsche, sechs Italiener, vier Franzosen, zwei US-Bürger, ein Ungar, ein Inder und ein Peruaner. Zu den Verschollenen zählen auch ein fünfjähriges italienisches Mädchen und sein Vater.
Tauchermannschaften hatten versucht, sich mit Sprengkörpern Zugang zu Teilen des Wracks zu verschaffen, die bisher noch nicht inspiziert worden sind.
Am Dienstag Mittwoch waren die Leichen von fünf Personen geborgen worden. Damit liegt die Zahl der Todesopfer bei mindestens elf.
(reuters/coro/vaid)
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M. Holzhammer, Birmensdorf
)
(Wueribach
Verfasst am: 18.1.2012 17:28
Warum Hausarrest??
Dieser Herr sollte auf sein Schiff zurück geholt... mehr
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B. seiler, pop
)
(brunomax
Verfasst am: 18.1.2012 13:42
tolle richterin
hausarrest !!!! ????
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