Geburtstagsfeier letzten Samstag (unkommentiert)
Trotz schwerer gesundheitlicher Probleme erschien der "Grösste" am Samstag zum Start der Feiern in seiner Heimatstadt Louisville. uscbsn

Seinem runden Geburtstag blicke Ali mit gemischten Gefühlen entgegen, berichtete seine Ehefrau Lonnie. «Er ist froh, dass er seinen 70. Geburtstag erlebt, aber er will hören, dass er nicht wie 70 aussieht.»
Der überaus talentierte Boxer galt und gilt noch immer als arrogant und als Grossmaul. Vor seinen Kämpfen bezeichnete er sich als den «grössten und schönsten Boxer aller Zeiten» und machte sich über seine Gegner lustig.
In seinem ersten Kampf um einen Weltmeistergürtel im Februar 1964 gegen Titelverteidiger Sonny Liston galt er als Aussenseiter. Doch nach sechs Runden warf Liston das Handtuch. «Ich bin der Grösste», brüllte der neue Weltmeister in die Mikrofone.
Zwangspause wegen Wehrdienstverweigerung
Noch im gleichen Jahr bekannte sich der Boxer zur Organisaton «Nation of Islam» des schwarzen Bürgerrechtlers Malcolm X. Er legte den Namen Cassius Clay ab und nannte sich fortan Muhammad Ali. Weil er 1967 den Wehrdienst verweigerte und nicht nach Vietnam wollte, verlor Ali nicht nur seine Boxlizenz für 3 Jahren, sondern wurde auch zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Gegen eine Kaution blieb der Ausnahmeboxer dann aber auf freiem Fuss.
Nach der Zwangspause trat Muhammad Ali am 8. März 1971 im New Yorker Madison Square Garden zum «Boxkampf des Jahrhunderts» gegen den damals aktuellen Weltmeister Joe Frazier an. In einem hochklassigen Kampf über 15 Runden setzte sich Frazier nach Punkten durch. Ali ging in der Schlussrunde erstmals in seiner Karriere zu Boden.
«Stich wie eine Biene!»
Es folgten weitere Kämpfe, die Boxgeschichte schrieben, etwa der «Rumble in the Jungle» (Kampf im Dschungel). 1974 forderte Ali in Kinshasa in der heutigen Demokratischen Republik Kongo den bis dahin ungeschlagenen Weltmeister George Foreman heraus.
Foreman hatte die meisten seiner Kämpfe durch K.o. gewonnen. Sein Gegner setzte ihm den «Ali-Shuffle» entgegen: Wie ein Tänzer wirbelte der Schwergewichtler durch den Ring. Ali beschrieb seinen Stil so: «Schwebe wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene!» («Float like a butterfly, sting like a bee!»). In der achten Runde schickte Ali den Weltmeister dann auf die Bretter.
Als zweiter Schwergewichtsprofi nach Floyd Patterson holte er sich damit zum zweiten Mal den WM-Gürtel und durchbrach damit das ungeschriebene Boxer-Gesetz «They never come back». Dieses Kunststück gelang ihm 1978 erneut, als er mit einem Sieg gegen Leon Spinks zum dritten Mal Weltmeister wurde.
Unrühmliches Karriere-Ende
Als einer der besten Kämpfe der Boxgeschichte gilt das als «Thrilla in Manila» vermarktete Duell gegen Joe Frazier im Jahr 1975. Frazier gab nach 14 hart umkämpften Runden auf. Dieses boxerische Niveau erreichte Ali hinterher nicht mehr. Vielmehr verpasste er den richtigen Zeitpunkt, um seine Profikarriere zu beenden.
Nach einer Niederlage gegen Trevor Berbick verabschiedete sich Muhammad Ali Ende 1981 mit fast 40 Jahren aus dem Ring. Zu diesem Zeitpunkt litt er bereits an der Parkinson-Krankheit.
Geburtstag vorgefeiert
Alis letzter öffentlicher Auftritt liegt noch nicht lange zurück. In seiner Heimatstadt Louisville im US-Staat Kentucky versammelten sich zahlreiche Gäste im Muhammad Ali Zentrum, um dem früheren Ausnahmeboxer zu gratulieren.
Als der dreimalige Weltmeister im Schwergewicht sich auf einem Balkon zeigte, brandete in der Lobby Applaus auf. Die Feiernden riefen «Ali, Ali» und stimmten das Lied «Happy Birthday» an.
Nach Spitalaufenthalt wieder aufgestanden
Mitte November gab Ali seinem einstigen Rivalen Joe Frazier in Philadelphia das letzte Geleit. Sichtlich von seiner Parkinson-Krankheit gezeichnet, erhob sich Ali von seinem Stuhl und klatschte ein letztes Mal Beifall für Frazier. Der ehemalige Kontrahent war am 7. November im Alter von 67 Jahren an Leberkrebs gestorben.
Doch wenige Tage später brach die Legende selbst zusammen und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Einmal mehr stand Ali, von Ehefrau Lonnie liebevoll gepflegt, wieder auf.
(sf/weis)









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J. Stump, Zürich
)
(Ilkka-Sotilas
Verfasst am: 17.1.2012 22:44
Als Letztes noch dies
Während Alis Rolle als Propagandist für die... mehr
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J. Stump, Zürich
)
(Ilkka-Sotilas
Verfasst am: 17.1.2012 22:37
Noch etwas
Die islamische Sekte, der Ali angehörte, war... mehr
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J. Stump, Zürich
)
(Ilkka-Sotilas
Verfasst am: 17.1.2012 22:27
Fast niemand wird es glauben...
aber ich verstehe etwas vom Boxen. Ein Kollege... mehr
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