Vermischtes
«Costa Concordia»: Fünf weitere Leichen gefunden
Taucher haben fünf weitere Leichen in dem havarierten Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» gefunden. Die Toten wurden im überfluteten Heckteil des gekenterten Schiffes entdeckt. Damit erhöht sich die Zahl der gefundenen Toten auf elf. Der Kapitän ist derweil unter Hausarrest gestellt worden.
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Bei den fünf Toten handelt es sich um eine Frau und vier Männer im Alter von 50 bis 60 Jahren. Nach Angaben der Küstenwache trugen sie Schwimmwesten. Es soll sich dabei um Passagiere handeln.
Die Suche nach Vermissten geht am vierten Tag nach der Havarie weiter. Nach einer Liste des Krisenstabes in Italien werden noch 24 Personen vermisst.
Kapitän drohen 15 Jahre Haft
Francesco Schettino, der schwer belastete Kapitän des havarierten Kreuzzfahrtschiffes «Costa Concordia», ist derweil unter Hausarrest gestellt worden. Das entschied die zuständige Richterin von Grosseto, Valeria Montesarchio, nach einer dreistündigen Anhörung des 52-jährigen Kapitäns, wie italienische Medien am Abend berichteten. SF-Sonderkorrespondent Florian Inhauser spricht von einer «Höchstleistung der Fahrleistung» sollten sich die immer mehr verdichtenden Vorwürfe bestätigen.
Der Kapitän war auf Antrag der Staatsanwaltschaft am vergangenen Samstag festgenommen worden. Die Staatsanwälte hatten von Fluchtgefahr gesprochen. Schettino wird mehrfache fahrlässige Tötung, Havarie und Verlassen des Schiffes mitten in der Evakuierung
vorgeworfen. Ihm drohen bei einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Haft.
Laut Schettinos Anwalt sagte der Kapitän in der Anhörung, dass er das Schiff – nach dem Rammen der Felsen – in die Nähe der Küste manövriert hatte, so dass «hunderte, vielleicht sogar tausende von Leben gerettet» wurden.
Laut einem Zeitungsbericht, hatte ein Augenzeuge offenbar ausgesagt, dass der Kapitän des Schiffes versucht haben soll, die Blackbox des Schiffes an sich zu nehmen.
«Herr Kapitän, gehen Sie zurück an Bord!»
Mitschnitte eines Telefongesprächs zeigen: Der Kapitän der havarierten «Costa Concordia» befand sich auf Festland, als die Leute in Schwimmwesten auf Anweisungen warteten. Er weigerte sich auf das havarierte Schiff zurückzukehren. Lesen Sie hier mehr dazu
Trotz des Unglücks rechnet Branchenexperte Helge Grammerstorf nicht mit «dramatischen Auswirkungen» auf die Nachfrage nach Kreuzfahrten. Die Havarie des Luxusliners «Costa Concordia» sei ein Einzelfall und werde den Trend «nicht negativ beeinflussen», sagte der Chef der Firma SeaConsult im Deutschlandradio Kultur.
Dass der Kapitän des Schiffs so nah an der Küste vorbeigefahren sei, sei mehr als ungewöhnlich. Zu Berichten, der Kapitän habe nicht als Letzter das Schiff verlassen, sagte Grammerstorf, dies sei «undenkbar», da es dafür international geltende Regeln gebe.
Kapitän änderte Route eigenmächtig
Der Kapitän des havarierten Kreuzfahrtschiffs «Costa Concordia» hat die Route eigenmächtig geändert. Das sagte der Geschäftsführer des Unternehmens Costa Kreuzfahrten, Heiko Jensen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand scheine menschliches Versagen der Schiffsführung zu dem Unglück vor der toskanischen Insel Giglio geführt zu haben. Lesen Sie hier mehr dazu
Bergungs-Experten im Einsatz
Derweil begann eine niederländische Bergungsfirma, ausgetretenen Treibstoff zu entfernen. Rund zehn Experten seien zusammen mit örtlichen Helfern im Einsatz, berichteten Medien.
Sobald die Suche nach Vermissten und möglichen weiteren Opfern abgeschlossen sei, solle der noch in den Tanks verbliebene Treibstoff abgepumpt werden. Schlechtes Wetter könne die Arbeiten jedoch behindern, hiess es. Die niederländische Spezialfirma soll sich auch um die Bergung des Schiffes kümmern.
Teuerster Seefahrt-Versicherungsschaden?
Die Havarie des Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia» im Mittelmeer könnte sich nach Einschätzung von Analysten und Branchenexperten zum grössten Versicherungsschaden in der Seefahrtsgeschichte auswachsen. Die bisherigen Angaben der Versicherer deuteten auf eine Summe zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Dollar hin.
Wie stark die Versicherungsbranche am Ende von dem Unglück betroffen sein wird, lässt sich nach Einschätzung von Experten derzeit noch nicht sagen. Sollte etwa noch der Tank leckschlagen und Treibstoff ins Mittelmeer gelangen, dürfte die Rechnung zudem um ein Vielfaches grösser ausfallen.
Sammelklage wird erwogen
Mehr als 70 gerettete Passagieren wollen mit einer Sammelklage gegen die Betreibergesellschaft vorgehen, wie der Chef des italienischen Konsumentenschutzverbands Codacons, Carlo Rienzi, sagte. Der Verband hatte die Klage angestossen.
«Unser Ziel ist es, jedem Passagier eine Entschädigung von mindestens 10'000 Euro für den entstandenen materiellen Schaden, die ausgestandene Angst, die ruinierten Ferien und die ernsthaften Risiken zukommen zu lassen», erklärte Rienzi.
Die Klage müsse nun von der Justiz zugelassen werden, dies könne einige Monate dauern, sagte der stellvertretende Codacons-Vorsitzende Marco Ramadori.
(sda/muei/hesa)
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T. Käppeli, Guatemala Ciudad
)
(thkaepp
Verfasst am: 18.1.2012 2:59
Im Seerecht hat ein Kapitän fast Präsidentialgewalt aber auch Pflichten im matrikulierten Land seine
so kann ein Kapitän z.B. standesamtlich gültige... mehr
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F. Siegenthaler, Luzern
)
(ikaah
Verfasst am: 17.1.2012 23:53
heftig?
Ich verstehe,was Sie meinen.Ein Kapitän kann in... mehr
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M. Schumacher, Schüpfen
)
(Misch-Misch
Verfasst am: 17.1.2012 20:51
Tragisch
So schnell kann sich dein Leben verändern! Vom... [1] mehr
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