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Schiffsunglück: Zahl der Vermissten auf 29 erhöht

Montag, 16. Januar 2012, 17:53 Uhr, Aktualisiert 23:52 Uhr

Nach dem Schiffsunglück in Italien werden nach neusten Erkenntnissen nicht 16 sondern 29 Menschen noch vermisst. Das Unglück könnte für die Versicherungsbranche zum grössten Schaden in der Seefahrtsgeschichte werden. Die Rede ist von einer Summe zwischen 500 und einer Milliarde Euro.

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Die italienischen Behörden haben neue Vermisstenzahlen bekanntgegeben. Nach Angaben des Chefs der italienischen Küstenwache, Admiral Marco Brusco, fehlt von 25 Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern des Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia» jede Spur. 12 dieser Passagiere stammen aus Deutschland.

Ein Amateurfilm zeigt wie die Evakuation abgelaufen ist. (Tagesschau, 16.01.2012)

Die Suche nach den Vermissten war am Montagmorgen unterbrochen worden, weil sich das Schiff – wohl wegen stärkeren Seegangs – um neun Zentimeter bewegt hatte. Aus Sicherheitsgründen solle nicht in der Nacht gesucht werden, berichtete die Feuerwehr.

Zehn Experten im Einsatz

Derweil begann eine niederländische Bergungsfirma, ausgetretenen Treibstoff zu entfernen. Rund zehn Experten seien zusammen mit örtlichen Helfern im Einsatz, berichtete Medien. 

Sobald die Suche nach Vermissten und möglichen weiteren Opfern abgeschlossen sei, solle der noch in den Tanks verbliebene Treibstoff abgepumpt werden. Schlechtes Wetter könne die Arbeiten jedoch behindern, hiess es. Die niederländische Spezialfirma soll sich auch um die Bergung des Schiffes kümmern.

Kapitän änderte Route eigenmächtig

Der Kapitän des havarierten Kreuzfahrtschiffs «Costa Concordia» hat die Route eigenmächtig geändert. Das sagte der Geschäftsführer des Unternehmens Costa Kreuzfahrten, Heiko Jensen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand scheine menschliches Versagen der Schiffsführung zu dem Unglück vor der toskanischen Insel Giglio geführt zu haben.

Weiteres Todesopfer

Wie italienische Medien berichten, soll ein weiteres Todesopfer im gekenterten Schiff entdeckt worden sein. Der leblose Körper eines Mannes wurde jedoch noch nicht geborgen.

Die «Costa Concordia» war am Freitagabend mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der Insel Giglio an der Westküste Italiens auf Felsen aufgelaufen und später auf die Seite gekippt.

Teuerster Seefahrt-Versicherungsschaden?

Die Havarie des Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia» im Mittelmeer könnte sich nach
Einschätzung von Analysten und Branchenexperten zum grössten Versicherungsschaden in der Seefahrtsgeschichte auswachsen. Die bisherigen Angaben der Versicherer deuteten auf eine Summe zwischen 500 Millionen und einer Milliarde Dollar hin.

Wie stark die Versicherungsbranche am Ende von dem Unglück betroffen sein wird, lässt sich nach Einschätzung von Experten derzeit noch nicht sagen. Sollte etwa noch der Tank leckschlagen und Treibstoff ins Mittelmeer gelangen, dürfte die Rechnung zudem um ein
Vielfaches grösser ausfallen.

Schiffsunglück: Alle Schweizer in Sicherheit

Alle 69 Schweizer, welche als Passagier an Bord der «Costa Concordia» waren, konnten evakuiert werden.Die Zahl der Toten ist auf 7 gestiegen. Gleichzeitig musste die Suche unterbrochen werden, weil das Schiff in Bewegung geraten war und tiefer ins Wasser rutschte. Lesen Sie hier mehr.

(sda/widb)

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D. Frei, Lupfig
(daniel.frei9 Mann)
Verfasst am: 16.1.2012 18:05

Übermut

Die Natur kennt kein Pardon. Wenn ein... mehr

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