Vermischtes
«Bald kommt die Costa Concordia ganz, ganz nahe vorbei»
Der Kapitän des Luxus-Kreuzfahrtschiffs, das Freitagnacht vor der Insel Giglio auf einen Felsen aufgelaufen ist, scheint mit Absicht vom vorgegebenen Kurs abgekommen zu sein. Dies lässt ein Facebook-Eintrag vermuten, der kurz vor dem Unglück verfasst wurde.
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Gemäss der Internet-Ausgabe der Zeitung «la Repubblica» schrieb am Freitagabend um 22:08 Uhr Patrizia Tievoli, die als Lehrerin auf Giglio lebt, auf ihrer Facebook-Seite: «Die Concordia der Reederei Costa Crociere wird bald ganz, ganz nahe (am Ufer) vorbeifahren - ein Gruss an meinen Bruder.»
Patrizia Tievolis Bruder Antonello ist als Maître d'Hotel Chef des Servicepersonals auf der Costa Concordia. Er fährt bereits seit 12 Jahren zur See und hätte vor einer Woche einen Urlaub antreten sollen. Doch weil er keine Ferienablösung gefunden hatte, musste er an Bord bleiben. Offenbar sollte er deshalb mit einem ganz besonderen Anblick entschädigt werden.
«Passt auf, wir sind viel zu nahe»
Tatsächlich wurde Tievoli nach Angaben des «Corriere della Sera» vom Kommandanten auf die Steuerbrücke gerufen mit den Worten «Antonello, komm und schau, wir sind ganz nah vor Deinem Giglio». Als Tievoli von der Brücke zur Insel hinüberschaute, fuhr ihm der Schreck gehörig in die Glieder. Obwohl er über keine seemännischen Kenntnisse verfügte, wurde ihm sofort klar: «Passt auf, wir sind viel zu nahe.» Da war es bereits zu spät.
Unmittelbar darauf sei das Schiff auf Felsen aufgelaufen. Laut der Zeitung «Corriere della Sera» vollführte die «Costa Concordia» ein Manöver namens «Die Verneigung», bei dem das Schiff mit voller Beleuchtung und Schiffsirenen die Küstenbewohner grüsst.
Seine Zeugenaussage gegenüber der Küstenwache hat Tievoli bereits gemacht. Nun muss er noch bei den Carabinieri aussagen. Für den Kapitän sieht es nicht gut aus.
Besitzer gibt dem Kapitän die Schuld
Die in Genua ansässige Costa Crociere geht von schwerem menschlichen Versagen des Kapitäns aus. «Es scheint, dass der Kommandant Beurteilungsfehler gemacht hat, die schwerste Folgen gehabt haben», teilte die Kreuzfahrtgesellschaft mit.
Das «Show-Manöver» des Kapitäns vor Giglio ist offenbar kein Einzelfall. So hat sich der Bürgermeister der Insel im vergangenen August bereits beim Kommandanten eines Costa-Kreuzfahrtschiffs bedankt, der spektakulär nahe an den Felsen der Insel vorbeigefahren war und dabei die Touristen entzückt hatte.
(sf/meru)
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M. Kaufmann
Verfasst am: 17.1.2012 8:24
Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht.
Bei ihrer Ueberschrift «Bald kommt die Costa... mehr
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A. Brodbeck, Therwil
)
(souichi
Verfasst am: 17.1.2012 0:08
Verantwortung "Don't Take Chances"
In der Fliegerei sagt man "Don't Take... mehr
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T. Müller, Bern
)
(thom-BE
Verfasst am: 16.1.2012 17:16
Kommentarkontrolle ist gut ...
... grosse Toleranz aber noch besser! Ich hoffe,... mehr
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