Vermischtes
Schiffs-Drama in Italien: Überlebende erzählen
Der Schock über die Havarie der «Costa Concordia» vor der italienischen Küste, wird vielen Passagieren noch lange in den Knochen sitzen. Die Mehrheit der Schweizer Touristen ist bereits wieder zu Hause. Die «Tagesschau» hat ein Ehepaar in Muttenz (BL) besucht.
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Körperlich gehe es ihnen ziemlich gut. Was geschehen ist, werde ihnen aber erst langsam klar. Der Schock mache sich erst jetzt bemerkbar. Denn vor der Rettung erlebten sie Schreckensmomente. «Wir mussten eine Stunde warten, bis wir endlich auf das Rettungsboot gelassen wurden», empört sich Maya Zurfluh.
Das Ehepaar sei froh, dass sie einen kühlen Kopf bewahren und sogar andere Passagiere beruhigen konnten, die in Panik herumgeschrien hätten.
Später Alarm
Die Panik ist verständlich, denn es verstrich viel Zeit bis zur Evakuierung. Der Rumpf der «Costa Concordia» war bereits aufgeschlitzt und das Meerwasser strömte in den 112'000-Tonnen-Luxusliner, als der Kapitän in sechs Sprachen «Keine Panik» ansagte. 45 Minuten später ertönte das Signal zum Evakuieren der 4229 Touristen und Besatzungsmitglieder.
Die traurige Zwischenbilanz sind mindestens drei Tote, zwei französische Feriengäste und ein peruanisches Besatzungsmitglied. 70 Menschen wurden bei der Schiffskatastrophe verletzt. Noch immer gelten mindestens 15 Passagiere als vermisst.
Passagiere prügeln sich um Rettungsboot
Die meisten Passagiere waren am Freitagabend, als das Schiff auf Grund lief, noch beim Abendessen. Ein 66-jähriger Mann half zuerst anderen Passagieren, das Schiff zu verlassen, bevor er selber gehen konnte: «Wir waren auf uns selbst gestellt, es war ein 'Rette sich, wer kann'», erzählte er dem «Parisien».
Die Überlebenden berichten, dass die Passagiere sich in dem ersten Tumult um die wenigen Plätze auf den Rettungsbooten schlugen. Kinder kreischten, Senioren in feiner Abendgarderobe sprangen ins Meer.
Viele Passagiere der «Costa Concordia» fühlen sich allein gelassen, viele von ihnen sind traumatisiert. Bei der Ankunft am Morgen in Marseille erzählten französische Touristen, dass es noch sehr lange dauern werde, bis sie wieder zur Normalität zurückkehren könnten.
«Keine Information, keine Betreuung»
Eine Frau rief dem Fernseh-Team von TF1 bestürzt in die Kamera: «Costa soll sich besser um uns kümmern! Wir haben kein Geld bekommen, wir können nicht einmal jemanden anrufen. Wir wissen nichts.»
Eine Frau, die im Zentrum des Internationalen Roten Kreuzes in Marseille auf ihre Eltern gewartet hatte, erzählte unter Tränen: «Mein Vater wird nicht mehr nach Hause zurückkehren. Man hat seine Leiche gefunden.»
Zahlreiche Zeugen berichteten das gleiche: Der Kapitän der «Costa Concordia», Francesco Schettino, sowie der erste Offizier des Schiffes, Ciro Ambrosio, hatten am Freitagabend das Schiff verlassen und Passagiere zurückgelassen – eine krasse Verletzung des Grundsatzes, wonach der Kapitän als Letzter von Bord zu gehen hat.
Schettino wird sich deswegen und wegen fahrlässiger Tötung verantworten müssen. Auch Ambrosio sitzt bereits in U-Haft.
(sf/agenturen/schubeca/engf)
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T. Käppeli, Guatemala Ciudad
)
(thkaepp
Verfasst am: 16.1.2012 4:55
Da lief scheinbar vor allem die Crew aus dem Ruder
Nach Seerecht muss innerhalb 24 Stunden eine... mehr
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R. Meier, Zürich
)
(Rene_Meier
Verfasst am: 16.1.2012 0:41
Die Leute hätten auch zu Fuss gehen können
anstatt diese Kreuzfahrt zu machen. Wandern ist... mehr
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M. Marina Gschwind Grieder, Ardez
)
(Marilupa
Verfasst am: 15.1.2012 23:38
15.4.1912 - 15.1.2012
Merkwürdig, das einem die Bilder und Kommentare... mehr
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