International
Wieder neue Vorwürfe gegen Wulff
Gegen den deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff sind erneute Vorwürfe laut geworden. Die «Bild»-Zeitung schrieb, Wulff habe als niedersächsischer Ministerpräsident dienstlich erworbene Bonusmeilen der Lufthansa unerlaubt für Privatflüge eingesetzt.
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Gemäss «Bild» haben Wulff, seine heutige Ehefrau Bettina und deren Sohn im April 2007 während eines Ferien-Fluges von Miami nach Frankfurt ein Upgrade von der Economy- in die Business-Class erhalten.
Dafür soll Wulff gemäss seinem Anwalt privat erworbene Bonusmeilen eingesetzt haben. Laut der Zeitung hätte Wulff dafür privat Bonusmeilen in Höhe von 210'000 Euro sammeln müssen.
Wulffs Anwalt windet sich
Auf Anfrage des Blattes soll Wulffs Rechtsanwalt Gernot Lehr zunächst bestritten haben, dass es eine solche Umbuchung überhaupt gab.
Auf Nachfragen habe Lehr dann seine Stellungnahme um den zusätzlichen Hinweis ergänzt: «Das Meilenkonto besteht seit Ende der 1980er-Jahre. Herr Wulff nutzt für alle privaten Ausgaben ausschliesslich die Kreditkarte der Lufthansa.»
Der Lufthansa zufolge besteht ihr Bonusmeilen-Programm aber erst seit 1993. Und eine «Miles & More»-Kreditkarte gibt es demnach erst seit 1999. Weiter erklärte die Gesellschaft, Upgrades während eines Fluges seien gar nicht möglich. Zudem könnten dienstlich und privat erworbene Bonusmeilen nicht getrennt voneinander auf einem Konto gesammelt werden.
Anwalt Lehr präzisierte am Freitagabend, die Upgrades des Rückfluges seien bereits sechs Wochen vor dem Flug erfolgt. Auf dem Hinflug seien Wulff und seine Familie Economy geflogen.
Fragenkatalog an Wulff
Lehr kündigte an, Wulff werde weitere Journalistenfragen und die Antworten in der Kredit- und Medienaffäre kommende Woche veröffentlichen. Bislang hatte Wulff die komplette Veröffentlichung abgelehnt. Eine Offenlegung der Antworten auf die Anfragen von Journalisten verletze deren Recht am eigenen Wort und am Schutz ihrer Rechercheergebnisse oder -ziele, hatte Anwalt Lehr zuvor argumentiert.
Die Springer-Blätter «Die Welt» und «Welt am Sonntag» hatten am Donnerstagabend einen umfangreichen Fragenkatalog sowie die Antworten von Wulffs Anwälten und der BW-Bank ins Internet gestellt. Die Bank half Wulff bei seiner umstrittenen Hausfinanzierung. In einer Erklärung hiess es, die Zeitungen machten von ihrem Recht am eigenen Wort Gebrauch.
Zuletzt konzentrierten sich die Vorwürfe darauf, dass Wulff vor gut einer Woche in seinem Fernsehinterview Transparenz angekündigt und gesagt hatte: «Morgen früh werden meine Anwälte alles ins Internet stellen. Dann kann jede Bürgerin, jeder Bürger jedes Detail zu diesen Abläufen sehen und bewertet sehen, auch rechtlich.»
Wulff will Präsident bleiben
Inzwischen halten nur noch 34 Prozent der Deutschen Wulff für glaubwürdig, wie das Politbarometer des Fernsehsenders ZDF vom Freitag zeigte. 61 Prozent halten ihn für unglaubwürdig. Wulff will jedoch im Amt bleiben.
Über Nachfolger wird dennoch bereits diskutiert. Dabei liegt der DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck in der Gunst der Deutschen vorne. Gauk war bei der Bundespräsidenten-Wahl 2010 als Kandidat von SPD und Grünen gegen den Regierungskandidaten Wulff unterlegen.
Merkel wird an Wulff festhalten
Der Politologe Gerd Langguth glaubt nicht an eine Benennung Gaucks durch Bundeskanzlerin Angela Merkel. «Merkel bleibt in der Kontinuität ihrer Entscheidungen», sagte er der Nachrichtenagentur dapd.
SPD-Chef Sigmar Gabriel forderte Wulffs Rücktritt: «Das, was in den letzten 60 Jahren einen Bundespräsidenten ausgemacht hat, repräsentiert er nicht mehr und wird er auch nicht mehr repräsentieren», sagte er der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung».
(dpa/rucf/godc)
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M. Mèchant, Klein-Euroland
)
(gustav.eu
Verfasst am: 13.1.2012 15:47
schaut man sich die pausenlosen TV-Talk-Shows
im deutschen TV um Wulff mit dem Auftritt aller... mehr
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M. Pelagio-Kerzenmacher, Sindangan
Verfasst am: 13.1.2012 12:20
Jetzt kommen nur noch
kleine Details. Unschöne ja, aber nicht relevant... mehr
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