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Neue Hoffnung für Petroplus

Donnerstag, 12. Januar 2012, 11:15 Uhr

Der Schweizer Raffineriebetreiber steckt tief in den roten Zahlen. Allleine im letzten Jahr fuhr das Unternehmen Verluste in Höhe von 415 Millionen Dollar ein. Im Kampf gegen die drohende Insolvenz scheint jetzt eine kurzfristige Lösung gefunden.

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Der Konzern hat mit Kreditgebern eine temporäre Übereinkunft getroffen, wie Petroplus mitteilte. Diese sichere dem Schweizer Raffineriebetreiber genügend finanzielle Mittel, um den Betrieb der beiden Raffinerien in Deutschland und England vorläufig weiterzuführen.

Petroplus kämpft um sein Überleben

Zudem ermögliche die Übereinkunft weitere Verhandlungen mit den Banken, um zusätzliche Kredite zu erhalten. Offenbar könnten gemäss Petroplus bereits Mitte Januar neue Kredite ausgeschüttet werden.

Ausserdem führt der Industriebetrieb, der aus dem Rohstoff Erdöl höherwertige Produkte wie Heizöl oder Kerosin herstellt, Verhandlungen mit einer Drittpartei. Diese sollen die weitere Versorgung der Raffinerien im deutschen Ingolstadt und im englischen Coryton mit Rohöl gewährleisten.

Vor gut drei Wochen hatten Banken Petroplus Kredite in der Höhe von einer Milliarde Dollar gesperrt. Der Konzern mit Sitz in Zug hätte dieses Geld dringend benötigt, um weitere Rohölkäufe zu tätigen. Daraufhin musste Petroplus drei seiner fünf Raffinerien vorläufig stilllegen.

Streiks in Frankreich

Die Raffinerien in Antwerpen und Petit Couronne nordöstlich von Paris sind mittlerweile wie angekündigt heruntergefahren worden. Seither wird an der Seine gestreikt. Die Hoffnungen sind allerdings gering, dass das Werk wieder in Betrieb genommen wird. In der Schweiz dürfte die Raffinerie in Cressier im Kanton Neuenburg nächste Woche abgeschaltet werden. Sie deckt einen grossen Teil des Rohölbedarfs in der Schweiz ab.

Mittlwerweile hat auch der Finazmarkt auf die neuen Nachrichten von Petroplus reagiert. Nach der vorläufigen Einigung mit den Kreditgebern schoss die Aktie der Petroplus Holding nach oben. Zeitweise war der Kurs um bis zu 50 Prozent gestiegen.

(awp/reuters/nsc)

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V. Eberhard
(veberhard )
Verfasst am: 12.1.2012 12:09

Kurs gestiegen

das ist ja absolut lächerlich, wenn ich denke,... mehr

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