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Dem Meer geht die Luft aus

Donnerstag, 12. Januar 2012, 15:29 Uhr

Wegen der Klimaerwärmung fehlt es den Weltmeeren zusehends an Sauerstoff. Immer grössere Teile unserer Meere verwandeln sich deshalb zu Todeszonen. Die Folgen sind verheerend.

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An einigen Stellen des nordwestlichen Pazifiks spülen die Wellen im Sommer Unmengen toter Fische, Krabben oder Weichtiere an die Strände. Und dies geschieht mittlerweile immer öfter.

Die Betroffenen leiden

Ist kein oder zu wenig Sauerstoff im Wasser kommt es regelrecht zum Massensterben. Die Meerestiere ersticken. Für die lokale Fischerei ist dies eine finanzielle Katastrophe, für das Meer eine ökologische.

Gemäss einer neuen Publikation im «Nature Geoscience» vom Dezember gelten derzeit bereits 15 Prozent der Ozeane als sauerstoffarme oder –lose Todeszonen. Der ETH-Forscher Samuel Jaccard, der an der Studie mitwirkte, befürchtet, dass sich diese mit der Klimaerwärmung weiter ausdehnen.

Bild Eingefärbte Weltkarte, in den Farben orangerot bis blau
Die Weltkarte zeigt, wo das Meerwasser fast keinen Sauerstoff enthält (blau) und wo genügend des lebenswichtigen Gases vorhanden ist (rot). Besonders betroffen ist ein Gürtel, der sich über den Atlantischen Ozean bis in den Pazifik zieht. Grafik: S. Jaccard / ETH Zürich

Besonders dramatisch sind laut den Autoren diese Todeszonen deshalb, weil viele davon in Meeresgebieten liegen, die am meisten Leben beherbergen. So schrumpft insbesondere für die grossen Fische des offenen Meeres der Lebensraum – mit ernsten Folgen für die Fischerei.

Noch handelt es sich um ein regionales Phänomen. Doch dies könnte sich in Zukunft ändern, wie die neuste Studie aufzeigt.

Erkenntnisse liefert die Eiszeit

Die Autoren Samuel Jaccard vom Geologischen Institut der ETH Zürich und Eric Galbraith von der kanadischen McGill-Universität haben die Sauerstoffdaten aus Sedimentbohrkernen ausgewertet. Anhand dieser Daten haben sie rekonstruiert, wie sich weltweit der Sauerstoffgehalt der Ozeane, insbesondere des Pazifiks und des Indischen Ozeans, in den vergangenen 20‘000 Jahren verändert hat.

Die Analysen zeigen, dass während der letzten Eiszeit die Durchschnittstemperatur um rund zwei Grad Celsius gestiegen ist. Gleichzeitig sank der Sauerstoffgehalt vieler Meere dramatisch. Sauerstofflose Todeszonen breiteten sich in der Folge aus.

Steigt die Temperatur, schwindet der Sauerstoff

„Nun erwarten wir eine vergleichbare Erwärmung, die sich jedoch nur in wenigen 100 Jahren ereignet“, betont Jaccard. Die Analyse der Forscher ist zwar kein Beweis dafür, dass es tatsächlich zu ähnlichen Veränderungen kommt, wie in der letzten Eiszeit. Tatsache ist aber, dass sich seit der industriellen Revolution die Erde um beinahe ein Grad Celsius erhöht hat. Selbst optimistische Klimamodelle rechnen bis ins Jahr 2100 mit einer Erwärmung um durchschnittlich zwei Grad.

(eth/nsc)

Kommentare aktiv...

B. Hermann, Bern
(Beppie Frau)
Verfasst am: 13.1.2012 17:16

Die Methode des Fischfangs mit schweren Eisen-Schleppnetzen

zerstört die Oekologie des Meeres.Für 1kg... mehr

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I. Ndlovu, Mbombela/NST
(Igwenya Mann)
Verfasst am: 13.1.2012 11:44

Das Problem ist die Überbevölkerung ...

Polit-Experte Verfasst am: 13.1.2012 0:08 der... mehr

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J. Knecht, Bangkok
(knechtjosef Mann)
Verfasst am: 13.1.2012 6:14

Wir sollten uns nicht zu sehr überschätzen

Wie die Untersuchungen zeigen, hat sich... mehr

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