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New Hampshire: Klarer Sieg für Romney bei Vorwahlen
Mitt Romney hat die zweite Runde im Kampf um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner klar gewonnen. Der frühere Gouverneur von Massachusetts geht somit gestärkt in die nächste Vorwahl in South Carolina am 21. Januar.
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Der 64-jährige Romney bekam nach Auszählung aller Wahlkreise laut offiziellem Endergebnis auf 39 Prozent der Stimmen. Der texanische Kongressabgeordnete Ron Paul erreichte mit 23 Prozent Platz zwei vor John Huntsman, dem ehemaligen Gouverneur von Utah, mit 17 Prozent.
«Es geht um die Seele Amerikas»
Der ehemalige Präsident des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, und der frühere Senator Rick Santorum erreichten je 9 Prozent der Stimmen. Santorum war Romney in Iowa nur knapp um acht Stimmen unterlegen, konnte von diesem guten Ergebnis in New Hampshire jedoch nicht profitieren.
«Das ist die Nacht, in der wir Geschichte gemacht haben», sagte ein triumphierender Romney vor Anhängern in Manchester. Bei den Präsidentenwahlen im November «geht es um die Seele Amerikas».
Obama bezeichnete er als einen gescheiterten Präsidenten, der abgelöst werden müsse. Romney, der ehemalige Gouverneur von Massachusetts, hatte bereits die erste Vorwahl vor einer Woche in Iowa knapp gewonnen.
Einigung auf Pakt der Konservativeren?
«Gelaufen ist das Rennen bei den Republikanern noch nicht», sagt Beat Soltermann, USA-Korrespondent von Radio DRS in einer ersten Einschätzung. Für die Nomination brauche es über 1400 Delegiertenstimmen, bis jetzt seien erst wenige verteilt. «Aber es dürfte für die anderen Kandidaten trotzdem schwierig werden, Romney einzuholen», glaubt Soltermann.
Wer liegt vorne?
Republikanische Delegiertenstimmen nach verbliebenen Präsidentschaftsbewerbern – (benötigte Stimmenzahl 1144; Quelle New York Times, Stand 14.05.2012).
| Bewerber | Stimmen total |
| Mitt Romney | 973 |
| ---------------------- | ---- |
| Rick Santorum | 264 |
| Newt Gingrich | 130 |
| Ron Paul | 104 |
Ernsthafte Konkurrenz für Romney könnte entstehen, wenn sich die drei konservativeren Kandidaten Gingrich, Santorum und Perry einigen würden, wer von ihnen als Romney-Alternative weiter machen soll. «So könnten sie ein konservativeres Gegenbild zum eher liberaleren Republikaner Romney aufbauen», sagt Soltermann.
Anzeichen für einen solchen Pakt gebe es aber bisher noch keine, sagt Soltermann. Alle drei wollen bei den nächsten Vorwahlen in South Carolina getrennt antreten.
Ron Paul hält sich bedeckt
Der Zweitplatzierte Ron Paul ist gemäss USA-Korrespondent Soltermann schwierig einzuschätzen. Er versuche einige seiner libertären Ideen, wie die Abschaffung der Notenbank, der Partei aufzuzwingen. Gelinge ihm das nicht, könnte er auch als Unabhängiger ins Rennen steigen. «Dies weist Paul aber bisher von sich» so Soltermann. Ein solcher Zug würde die republikanischen Stimmen spalten und Obama so einen entscheidenden Vorteil bringen.
Ein Duell Romney gegen Obama würde ein harter Kampf werden, sagt Soltermann Beide verfügten über sehr viel Geld und seien hervorragend organisiert.
Kritik trotz Erfolg
Der Topfavorit der Republikaner konnte seiner Rolle bisher gerecht werden. Trotzdem sieht sich Romney zusehends Kritik ausgesetzt. Romney könne die Leute mit seiner kühlen Art nicht für sich gewinnen. Auch Handlungen aus seiner politischen Vergangenheit werfen kein gutes Licht auf ihn, wie dieser Bericht von «10vor10» zeigt.
Mormone gegen Ultrakonservativen
Mitt Romney hatte bereits die erste Runde der Vorwahlen in Iowa gewonnen, wenn auch nur äusserst knapp. Mit zwei Siegen im Gepäck kann der Mormone nun mit Rückenwind nach South Carolina reisen, wo strengreligiöse Christen bei der dritten Vorwahl-Runde den Ausschlag geben.
Dort wollen eigentlich Bewerber punkten wie der ultrakonservative Ex-Senator Rick Santorum, der in Iowa mit nur acht Stimmen Rückstand überraschend Zweiter wurde. Insgesamt stehen 50 Vorwahlen an, bis die Republikaner bei ihrem Parteitag im Sommer offiziell ihren Präsidentschaftskandidaten aufstellen.
Sollte Romney auch in South Carolina siegen, könnte dies die Vorentscheidung auf den Weg zur Kandidatenkür im August sein. Romney wäre dann der Herausforderer von Präsident Barack Obama bei den Wahlen im November. Einer jüngsten Umfrage zufolge würden sich derzeit 48 Prozent der Wähler für Obama und 43 Prozent für Romney entscheiden.
Von Caucus, Primary und Convention
Die Vorwahlen für die US-Präsidentenwahl laufen nach einem komplizierten basisdemokratischen Schema ab. Dabei wird unterschieden zwischen Caucus und Primary. Ein Zeitplan des US-Wahlkampfs findet sich hier.
(agenturen/koua/halp)
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