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Steuerstreit mit USA: Wegelin gibt Entwarnung

Montag, 9. Januar 2012, 13:10 Uhr

Im neusten Steuerstreit zwischen den USA und der Bank Wegelin sieht die Privatbank weder für sich, noch für den Schweizer Finanzplatz eine Gefahr. Mit der Mitteilung reagiert Wegelin & Co auf einen Artikel der «SonntagsZeitung», wonach die Bank in ihrer Existenz akut bedroht sei.

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Die Bank Wegelin sieht in der Auseinandersetzung mit den USA um den Finanzplatz Schweiz und der Anklage gegen drei Mitarbeiter der Bank keine Gefahr für ihr Fortbestehen. Für Wegelin & Co. bestehe sowohl im Falle einer Anklage in den USA gegen einen der Teilhaber als auch der Bank selber keine Gefahr, heisst es in einer Mitteilung der Bank.

Die  «SonntagsZeitung» schrieb, bei einer Anklage wäre es um die Bank geschehen. Dem wiederspricht nun Wegelin & Co. Denn erstens würden bei einer Busse gegen einen oder auch mehrere Teilhaber der Bank keine Verbindlichkeiten resultieren. Solche Strafen wären alleine das Problem des betroffenen Komplementärs.

Zweitens würde eine Anklage gegen Wegelin als Unternehmen ebenfalls keine Gefahr darstellen, da eine Anklage noch kein Urteil sei. Zudem würde es sehr lange dauern, bis ein solches Urteil rechtskräftig werde, und dann stelle sich immer noch die Frage der Vollstreckbarkeit.

Klage wegen Steuerhinterziehung

Dass eine in den USA angeklagte Bank, wie verschiedentlich behauptet, vom Interbanken-Geschäftsverkehr abgeschnitten würde, stehe für Wegelin & Co. nicht zur Debatte, heisst es weiter. Die Bank gehe davon aus, dass die zuständigen Schweizer Behörden dafür sorgen, dass das Interbanken-Geschäft unter keinen Umständen gestört wird.

In diesem Zusammenhang gehe es nämlich nicht mehr nur um eine verhältnismässig kleine Vermögensverwaltungsbank, sondern um die Systemstabilität schlechthin.

Vergangene Woche wurde bekannt, dass die US-Behörden drei in der Schweiz wohnhafte Wegelin-Banker angeklagt haben. Ihnen wird vorgeworfen reichen Amerikanern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben.

(awp/blur)

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