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Köppel bei «Schawinski»: «Hildebrand ist ein Gauner»

Montag, 9. Januar 2012, 23:03 Uhr

Roger Köppel, Verleger und Chefredaktor der «Weltwoche», hat unmittelbar auf den Rücktritt des SNB-Präsidenten Philipp Hildebrand reagiert. Er bleibe dabei: Hildebrand sei ein «Gauner».

Köppel argumentierte bei «Schawinski», dank der Artikel seiner Zeitung sei Hildebrands «Fehlverhalten» aufgedeckt worden. Dass dies von politischer Seite nicht als solches bewertet wurde, zeige nicht, dass die Journalisten falsche Anschuldigungen gemacht hätten, sondern dass die Politik die falsche Sichtweise auf die Vorfälle habe.

Bild Titelseite der «Weltwoche».
Die «Weltwoche» hatte schon früher Hildebrand angegriffen. sf

Kein Kommentar zu Blocher

Hildebrand sei der vermutlich mächtigste Beamte der Schweiz gewesen. Sein privater Devisenhandel sei ein Zeichen für «Sittenzerfall». «Ich stehe zu 150 % zum Bankkundengeheimnis. Dies ist nicht dazu da, um Machenschaften zu schützen.»

Schawinski warf Köppel in der Sendung vor, dass seine Zeitung ausser den Bankauszügen ausschliesslich Behauptungen gedruckt hätte, welche falsch gewesen seien. Köppel reagierte darauf, dass es für jemanden in einer Position wie Hildebrands nicht wichtig sei, ob eine juristische oder moralische Verfehlung vorläge. Die Quelle selbst kommentiere er nicht weiter.

Köppel bleibt bei seinen Aussagen zu Hildebrand.

Auch die widersprüchlichen Aussagen von Christoph Blocher, dem Überbringer der Informationen an den Bundesrat, will Köppel nicht kommentieren. «Herr Hildebrand hat sich selbst destabilisiert. Es ist für mich kein Freudentag heute. Aber es ist Pflicht für Journalisten, aufzudecken.»

(sf/fasc)