Schweiz
Blocher greift SNB-Bankrat an
SVP-Vize Christoph Blocher hat den Rücktritt von SNB-Präsident Philipp Hildebrand begrüsst – auch wenn das Ansehen der Schweiz dadurch möglicherweise etwas leide. Blochers Seitenhiebe nehmen damit aber kein Ende: Seine neuste Kritik richtet sich gegen den Bankrat.
- 10.01.12: Der Rücktritt
- 10.01.12: Bankrat berät über Nachfolge Hildebrands
- Bundesrat bedauert Umstände von Hildebrands Rücktritt
- Blocher: «Werde Datenquellen zu Hildebrand nie offenlegen»
- Hildebrand: «Habe nie gelogen – im Gegensatz zu anderen»
- Hildebrand: Rücktritt für Glaubwürdigkeit der SNB
- Thomas Jordan übernimmt
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Der Bankrat und der Bundesrat haben nach Ansicht Blochers ihre Aufsichtspflichten nicht wahrgenommen. Der Bundesrat habe mit Hinweis auf die Unabhängigkeit der Nationalbank «alles unter den Tisch gewischt».
Diese Unabhängigkeit möchte Blocher einschränken: «Die Nationalbank muss zwar unabhängig sein, darf aber nicht tun, was sie will.»
Protokoll zu Blochers Medienkonferenz
Noch während sich SNB-Präsident Philipp Hildebrand vor den Medien in Bern erklärte, kündigte auch Christoph Blocher eine Pressekonferenz an.
Das Protokoll zu seinem Auftritt lesen Sie hier...
Mit dem Rücktritt Hildebrands ist für Blocher die Affäre noch lange nicht zu Ende: Bankratspräsident Hansueli Raggenbass werde sich seiner Ansicht nach ebenfalls nicht halten können, stellte er fest. Weiter bekräftigte er seine Forderung nach einer Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK).
«Wir destabilisieren höchstens Personen»
Ex-SNB-Präsident Hildebrand hätte sein Amt nicht mehr ausüben können, sagte Blocher zu dessen Rücktritt. Schaden für die Schweiz befürchtet er nicht. Dass seine Attacke auf Hildebrand letztlich der Nationalbank und damit am Ende den Unternehmen schaden könnte, verneinte Blocher.
Vielleicht leide das Ansehen der Schweiz etwas, sagte er auf entsprechende Fragen. Er glaube jedoch nicht, dass der Rücktritt des SNB-Präsidenten für den Franken eine grosse Bedeutung habe. Auf die Frage, ob die SVP nun ihr Ziel erreicht habe, sagte Blocher: «Wir haben nicht so bescheidene Ziele.»
Financial Stability Board: Interessenkonflikt
Blocher stritt auch ab, dass es ihm darum gehe, Institutionen zu destabilisieren, wie Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf dies jüngst suggeriert habe. «Wir destabilisieren höchstens Personen, die ihre Verantwortung nicht wahrnehmen», sagte der SVP-Stratege. Zwar habe die SVP schon vor einem Jahr den Rücktritt Hildebrands gefordert, räumte er ein. Damals sei es aber um Verluste der Nationalbank wegen Euro-Käufen gegangen.
Dass die Schweiz wegen Hildebrands Rücktritt den Sitz im Financial Stability Board verliert, sieht Blocher ebenfalls nicht als Problem. Für den Nationalbankpräsidenten habe der Einsitz in diesem Gremium zur Regulierung der Finanzmärkte ohnehin einen Interessenkonflikt dargestellt.
(sda/fref)
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B. Hermann, Bern
)
(Beppie
Verfasst am: 10.1.2012 17:36
(think.twice.2 ) 9.1./23:14''Glamour-Paare wie die Hildebrandt's''
''Diese alten"SVP-Knöllen"können mir... mehr
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A. Leupin, Kirchdorf
)
(leupin
Verfasst am: 10.1.2012 16:43
Film "Die Welle"
Obwohl mir schon mal unterstellt wurde, dass ich... mehr
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O. toneatti, bern
)
(olgar
Verfasst am: 10.1.2012 16:39
Da glaubt ein erleuchteter Schlossherr
mit seinen Vasallen, (s)einem arroganten... mehr
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