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International

Graben zwischen Wulff und der «Bild» wird immer tiefer

Montag, 9. Januar 2012, 13:58 Uhr

Der Streit um die Äusserungen des deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff gegenüber «Bild»-Chefredakteur Kai Diekmann geht weiter. Wulffs Anwalt Gernot Lehr hat erneut zurückgewiesen, Wulff habe die Berichterstattung über seinen Privatkredit verhindern wollen.

Bild Wulff mit pessimistischem Gesichtsausdruck.
Welche Mitteilung Wulff tatsächlich auf der Mailbox von dem «Bild»-Chefredaktor hinterlassen hat, ist unklar. keystone

Mit seinem Anruf beim Chefredaktor des Boulevardblatts «Bild», Kai Diekmann, habe Wulff lediglich versucht, die Berichterstattung zu verschieben, wie Lehr dem Radiosender Deutschlandfunk mitteilte.

Wulff: «Habe nicht versucht, Bericht zu verhindern»

Dagegen sagte der stellvertretende «Bild»-Chefredaktor Nikolaus Blome am Sonntagabend in der ARD-Sendung «Günther Jauch», Wulff habe den Artikel «eindeutig» verhindern wollen. «Der Bundespräsident hat vielleicht das Verschieben als Etappe gesehen, das Verhindern ganz eindeutig als Ziel.»

Wulff selbst hatte in der vergangenen Woche in einem Interview von ARD und ZDF erklärt, es sei ihm nur darum gegangen, die Berichterstattung um einen Tag zu verschieben, damit man nach seiner Auslandsreise darüber miteinander hätte reden können. «Ich habe nicht versucht, sie zu verhindern.»

Opposition will Wulff loswerden

Nach inzwischen vier Wochen dauernder Debatte über Wulff wegen seiner Kredit- und Medienaffäre spricht die deutsche Opposition inzwischen offen über die Wahl eines Nachfolgers. Die Vorsitzenden von SPD und Grünen, Sigmar Gabriel und Claudia Roth, boten der christlich-liberalen Koalition an, gemeinsam eine geeignete Persönlichkeit für Wulffs Nachfolge zu suchen, falls dieser zurücktreten sollte.

Merkel: Keine Gedanken über Rücktritt Wulffs

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht keinen Anlass, sich über einen möglichen Rücktritt von Bundespräsident Christian Wulff Gedanken zu machen. Das teilte ein Regierungssprecher in Berlin mit.

Es gebe auch keine «wie immer geartete Absprache» der Koalitionspartner über einen möglichen Nachfolger im Falle eines Rücktritts des Bundespräsidenten.

(dpa/bers)

Kommentare aktiv...

H. Bruhin

Verfasst am: 14.1.2012 18:12

Wulff

hat nicht die Statur eines Staatspräsidenten.... mehr

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M. Dahinden, Altdorf
(Oktav Mann)
Verfasst am: 13.1.2012 11:46

Nur und nur von Merkel

Wenn Wulff von einer Person abhängig ist, muss... mehr

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P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 9.1.2012 16:03

Merkel: Keine Gedanken über Rücktritt Wulffs

Sollte Wulff gehen (gegangen werden), könnte es... mehr

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