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Hildebrand: «Ich bedaure, was passiert ist»

Donnerstag, 5. Januar 2012, 16:30 Uhr, Aktualisiert 17:50 Uhr

Nationalbank-Präsident Philipp Hildebrand will im Amt bleiben. Er wehrt sich vehement gegen die erhobenen Vorwürfe des Insiderhandels. «Weder ich noch meine Familie haben unzulässige Transaktionen vorgenommen. Es erfolgte kein Missbrauch.» Hildebrand bedauert aber die Dollar-Transaktion.

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Hildebrand: Ich habe keine Verfehlung begangen.

Der aufgrund von privaten Devisengeschäften unter Druck geratene oberste Währungshüter der Schweiz hat nach eigenen Aussagen juristisch kein Fehlverhalten an den Tag gelegt. «Ich habe mich zu jedem Zeitpunkt korrekt verhalten», sagte Hildebrand. Er verstehe aber die Aufregung der Öffentlichkeit wegen der moralischen Frage.

Bild Porträt von Philipp HIldebrand.
Philipp Hildebrand: «Ich würde gewisse Dinge heute anders machen.» reuters

Hildebrand fordert mehr Transparenz

Das Reglement der SNB über Eigengeschäfte der Mitglieder des Direktoriums entspreche den europäischen Standards, betonte Hildebrand. Es brauche angesichts der schwierigen Lage der Finanzmärkte aber mehr Transparenz, sagte er. «Dafür werde ich mich einsetzen», sagte er.

Hildebrand und seiner Familie wird vorgeworfen, mit Dollarkäufen und -verkäufen privat Geld verdient zu haben. Er habe eine Untersuchung seiner finanziellen Verhältnisse erbeten, als ihm der Bundesrat am 15. Dezember von den Vorwürfen berichtete.

Hildebrands Bankdaten gingen an SVP-Grossrat

Gemäss SNB-Bankratspräsident Hansueli Raggenbass hat ein IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin die Bankdaten an den Thurgauer Anwalt Herman Lei weitergeleitet.

Der 40-jährige Lei (Bild) ist SVP-Grossrat im Kanton Thurgau, führt eine Anwaltskanzlei in Weinfelden (TG) und ist Präsident der Offiziersgesellschaft Frauenfeld. Lei soll die Daten an Christoph Blocher ausgehändigt haben. Blocher wiederum übergab die Daten danach an die damalige Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey.

Alle Transaktionen im Jahr 2011 seien von der Revisionsgesellschaft PwC untersucht worden. «Weder ich noch meine Familie haben unzulässige Transaktionen vorgenommen», zitierte Hildebrand das Ergebnis der Prüfung. Er würde gewisse Dinge aber heute anders machen, sagte Hildebrand.

«Solange ich das Vertrauen der Behörden, des Bankrates und des Bundesrates besitze, ist Rücktritt kein Thema», sagte Hildebrand. Für SNB-Bankratspräsident Hansueli Raggenbass hat der Ruf der SNB durch den Wirbel um Hildebrand bisher keinen Schaden genommen.

Hildebrands langes Schweigen

Zu seinem langen Schweigen sagte Hildebrand: «Wir haben deshalb mit der Kommunikation so lange gewartet, weil wir auch nicht viel wussten.» Man habe eine Salamitaktik bei der Information vermeiden wollen. «Wir wollten warten, bis wir die Geschichte aus allen Blickwinkeln kannten. Ob wir sie heute allerdings in vollem Umfang kennen, ist schwierig zu beurteilen.»

Transaktion ohne Hildebrands Wissen

SNB-Präsident Philipp Hildebrand bedauert, dass er eine Dollar-Transaktion im August nicht sofort rückgängig gemacht hat. «Ich mache mir diesen Vorwurf», sagte er. 

«Hätte Geschäft rückgängig machen sollen»

Ehefrau Kashya Hildebrand hat in einer Transaktion am 15. August 504'000 Dollar gekauft, darunter 20'000 Dollar für die Tochter Hildebrands. Dies habe seine Ehefrau ohne sein Wissen bei der Bank Sarasin veranlasst, sagte Hildebrand.

Nachdem er von der Transaktion erfahren habe, habe er die Bank am Folgetag angewiesen, nur noch Geschäfte mit seiner persönlichen Zustimmung zu tätigen. Er hätte die Rückwicklung der Transaktion veranlassen sollen, sagte Hildebrand. Sonst müsse er sich keinen Vorwurf machen.

Zwischen dem Dollar-Kauf durch Kashya Hildebrand am 15. August und dem Verkauf der Dollars aus der April-Transaktion liegt die Festlegung der Euro-Untergrenze bei 1,20 durch die SNB am 6. September. Diese bis Mittwoch nicht im Detail bekannten Umstände haben die Vorwürfe gegen Hildebrand wegen Insider-Handels ausgelöst.

(sf/sda/widb)

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U. Amader, Langenthal
(commm Mann)
Verfasst am: 6.1.2012 22:35

Die SVP muss sich in Zukunft warm anziehen

Mit dem heutigen Tag wird das trübe Panzer-Eis... mehr

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T. D, Luzern
(TDI Mann)
Verfasst am: 6.1.2012 13:47

Seit gestern

...liegen die Fakten auf dem Tisch: - PH machte... mehr

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B. Düggelin, Zürich
(matchwinner Mann)
Verfasst am: 6.1.2012 13:05

Fehler eingestanden

Der SNB-Chef hat seinen fahrlässigen Fehler... mehr

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