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Streit um Patientenkosten - Folgen für Prämienzahler

Harry Stitzel, Schweiz aktuell
Mittwoch, 4. Januar 2012, 18:05 Uhr, Aktualisiert 20:12 Uhr

Obwohl die Fallpauschale seit Anfang Jahr in Kraft ist, hat sich jedes 5. Spital mit den Krankenversicherern noch nicht auf einen Tarif einigen können. Wegen der jetzigen provisorischen Tarife könnten nächstes Jahr die Krankenkassenprämien um 2 Prozent ansteigen, dies hat «Schweiz Aktuell» in Erfahrung gebracht.

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Streit um Patientenkosten - Folgen für Prämienzahler (Schweiz aktuell, 4.01.2012)

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Wie teuer ist seit Anfangs Jahr die Behandlung von Patienten? Sie ist teurer, als die Krankenversicherer berechnet haben, sagt Daniel Germann, Geschäftsführer des Kantonsspitals St. Gallen. Das Spital geht von Fr. 10‘400.- aus, die Versicherer nur von 9‘850.-. Weil sich die beiden Parteien nicht einigen konnten, setzte die St. Galler Regierung, wie auch in anderen Kantonen, provisorische Tarife fest.

Durch dieses Vorgehen wird laut Germann der Verwaltungsaufwand im Kantonsspital vergrössert.  Zudem herrsche Unklarheit, ob das Spital defizitär wirtschafte.

Höhere Prämien

Laut Branchenverband «Tarifsuisse» sind die vom Spital vorgeschlagenen, aber auch die vom Kanton provisorisch festgesetzten Tarife zu hoch. Sie führten im Kantonsspital St. Gallen zu einer Kostensteigerung von rund 20 Prozent. Dies habe auch Auswirkungen auf die Krankenkassenprämien: «Tarifsuisse» rechnet mit einer zusätzlichen durchschnittlichen Prämienerhöhung von rund 2 Prozent, wie Verena Nold, Direktorin von «Tarifsuisse» gegenüber «Schweiz aktuell» präzisiert.

Daniel Germann, Geschäftsführer des St. Galler Kantonsspitals, rechtfertigt den höheren Tarif mit den Investitionen für Gebäude und medizinische Einrichtungen, die sein Unternehmen künftig selber aufbringen müsse.

Interessenskonflikt?

Die provisorischen Tarife werden nun vom Preisüberwacher bewertet. Aufgrund seiner Empfehlungen setzt die St. Galler Regierung die definitiven Tarife fest. Dies stösst wiederum den Krankenversicherern sauer auf: Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann sitzt auch im Verwaltungsratspräsidium des St. Galler Kantonsspitals. Die Regierung, so Verena Nold von «Tarifsuisse», sei keine neutrale Schiedsrichterin, schliesslich sei der Kanton zugleich Eigentümer des Kantonsspitals.

Die kritisierte Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann kann diese Argumentation nicht nachvollziehen: «Ich sitze weder als Verwaltungs- noch als Regierungsrätin am Verhandlungstisch. Deshalb bin ich nicht befangen. Kommt hinzu, dass wir einen Tarif mit der Helsana-Gruppe vereinbaren konnten. Dies zeigt, dass der Tarif nicht aus der Luft gegriffen ist.»

Kommentare aktiv...

R. S., A.
(aix Mann)
Verfasst am: 5.1.2012 7:41

@boris

Beweisen Sie Ihre Anschuldigungen und gehen vor... mehr

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K. Boris, Frauenfeld
(zombie1969 Mann)
Verfasst am: 4.1.2012 20:05

Nur, wie soll man die KK etc. bezahlen

wenn man aufgrund erwiesener Verleumdungen,... [1]  mehr

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M. Holzhammer, Birmensdorf
(Wueribach Frau)
Verfasst am: 4.1.2012 18:37

Steigende Krankenkassenprämien.....

die werden so oder so oder so oder so steigen.... mehr

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