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Fast unbemerkt: Riesen-Bergsturz im Bergell

Dienstag, 3. Januar 2012, 18:47 Uhr

Im Bergell hat sich letzte Woche am Piz Cengalo grösstenteils unbemerkt ein grosser Bergsturz ereignet. Mindestens eine Million Kubikmeter Gestein brach im Gipfelbereich des Dreitausenders weg und donnerte ins Val Bondasca. Die Abbruchfläche misst vermutlich mehr als eine Hektare.

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Möglicherweise krachten am Dienstagabend letzter Woche bis zu vier Millionen Kubikmeter Fels in das abgelegene und unbewohnte Gebiet – das Achtfache des vielbeachteten Felssturzes am Eiger im Jahr 2006. Dieses Volumen entspricht rund 4000 Einfamilienhäusern.

Bilder des Bergsturzes. (Schweiz aktuell, 04.01.2012)

Das Krachen der herabstürzenden Felsmassen war im mehrere Kilometer weit entfernten Soglio und im benachbarten Bondo zu hören. Die Schuttmassen türmen sich nun bis zu dreissig Meter hoch.

Heli-Flüge sollen Auskunft geben

Die Schätzungen basieren auf Fotos und den Beobachtungen des Revierförsters, wie Christian Wilhelm vom Bündner Amt für Wald und Naturgefahren zu einem Bericht in der «Neuen Zürcher Zeitung» sagte. Für genauere Berechnungen werde man in den nächsten Tagen einen Beobachtungsflug mit einem Helikopter durchführen.

Bild Totale auf den Schuttkegel.
Die Schuttmassen entsprechen einem Volumen von rund 4000 Einfamilienhäusern. HeliBernina

Die Dimension des Ereignisses sei aber auf jeden Fall beachtlich, sagte Wilhelm. Man könne durchaus von einem Jahrzehnt-Bergsturz sprechen. Als Bergsturz gelten Felsabbrüche von über einer Million Kubikmetern und einer Schuttfläche von mehreren Hektaren. Kleinere Abbrüche werden als Felstürze kategorisiert.

Kilometerweit sichtbar

Die gewaltige Abbruchfläche und die staubbedeckte Sturzbahn waren von Soglio aus sichtbar gewesen, bis sie von Schneefall zugedeckt wurden. Weil der Piz Cengalo einige Kilometer entfernt von der nächsten Siedlung und Strasse steht und für Menschen keine Gefahr bestand, ist das gewaltige Ereignis dennoch erst nach Tagen publik geworden.

Bild Abbruchfläche am Berg.
Die Abbruchfläche am Piz Cengalo ist riesengross. HeliBernina

Das Amt für Wald und Naturgefahren und die Gemeinde Bregalia wussten allerdings seit Monaten von Felsbewegungen am Piz Cengalo. Im Juli hatte sich dort ein kleiner Vorsturz ereignet. Seither bröckelte das Gestein.

(sda/horm/engf)

Kommentare aktiv...

T. Duran, New York
(Openyoureyes Mann)
Verfasst am: 4.1.2012 8:25

Ganz normal

wie schon seit Millionen von Jahren so. Der... [1]  mehr

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M. Wartenberg, Basel
(poiuz66 Mann)
Verfasst am: 3.1.2012 22:18

Hüttenverbindung

Weiss jemand ob und wie der Bergweg von der... [2]  mehr

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T. Käppeli, Guatemala Ciudad
(thkaepp Mann)
Verfasst am: 3.1.2012 20:33

Ja der Zahn der Zeit und klimatische Änderungen nagen auch an unseren Alpen,

aber sie wachsen immer noch, solange die... mehr

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