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Hunde fallen im Tessin 20 Schafe an
Zwei junge Hunde haben an Neujahr im Tessin eine Schafherde angefallen. Dabei wurde ein Schaf getötet und zwei weitere verletzt. Schaffsrisse durch Hunde sind nicht ungewöhnlich.
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Die insgesamt etwa 20 Schafe befanden sich auf einer Weide im Malcantone. Der Besitzer der Schafe habe die beiden Schnauzer-Mischlinge einsperren können und Tierschützer zu Hilfe gerufen, hiess es in der Mitteilung des lokalen Tierschutzvereins Protezione Animali Bellinzona.
Ein Pikett-Team der Tierschützer eilte zu Hilfe. Ein Tierarzt versorgte die verletzten Tiere vor Ort. Dank der Mikrochips konnten die Besitzer der Hunde ausfindig gemacht und über den Vorfall informiert werden.
Hunde reissen mehr Schafe als Wölfe
Hunde, die Schafe reissen, sind keine aussergewöhnliche Erscheinung. Laut einem Bericht von Wildtier Schweiz aus dem Jahre 2004 reissen Hunde landesweit pro Jahr rund 2800 Schafe und 250 Geissen. Der Wolf hingegen reisst im Schnitt «nur» 70 Schafe. Hunde sind damit diesbezüglich die grösste Bedrohung für Schafe.
Das Problem: Bauern werden vom Bund nur bei durch Wölfe oder Luchse gerissenen Schafe entschädigt – bei Hunden muss die Haftpflichtversicherung des Halters den Schaden übernehmen. Die Zahlen basieren auf einer Tessiner Studie aus dem Jahr 2000, die auf die Schweiz hochgerechnet wurde. Eine Statistik des Bundes zu Schafsrissen durch Hunde gibt es allerdings nicht.
(sda/sf/frua)
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