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Kurioses rund um den Euro

Sonntag, 1. Januar 2012, 10:24 Uhr

Was den Euro sicher macht, was auf den Münzen und Banknoten abgebildet ist oder wie die Währungspolitik in Euroland entsteht – alles bekannt. Zehn Jahre Euro brachten aber auch einige kuriose Geschichten.

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Der mysteriöse «Brösel-Euro»

Ab 2006 tauchte der «Brösel-Euro» auf – ein Geldschein, der auf mysteriöse Weise bei Berührung zerfiel. Die Deutsche Bundesbank registrierte bis Ende 2007 mehr als 4700 «brüchige» Banknoten. Selbst heute wisse man nur, dass die Scheine mit Schwefelsäure in Berührung gekommen seien – auf welchem Weg, sei aber unbekannt, hiess es in der Bundesbank.

Schwefelsäure entfaltet ihre ätzende Wirkung erst in Kombination mit Handschweiss – weshalb die Scheine Transport und Lagerung unbeschadet überstanden, jedoch beim ersten Kontakt mit Haut zerbröselten. Den überraschten Besitzern konnte jedoch oft geholfen werden: Wer mehr als die Hälfte der Geldnote retten konnte, durfte den Schein bei der Bundesbank oder einer ihrer Filialen umtauschen.

Der «300er» Euro

Einige Monate nach der Einführung des Euro-Bargeldes tauchten plötzlich vermehrt 300er-Scheine auf. 300er Scheine gab es aber nie. Wichtigstes Erkennungsmerkmal: Auf den Scheinen waren nackte Frauen abgebildet. Einen solchen Schein wollte etwa im Sommer 2002 ein Mann einer Reisebank am Frankfurter Hauptbahnhof unterjubeln. Ein anderer war bereits im Mai an einer Tankstelle in Hessen aufgetaucht.

Der Euro als «Architekt»

Die abgebildeten Brücken auf den Euro-Banknoten stellen keine bestimmten Bauwerke dar, eigentlich. Bis in Holland ein findiger Grafikdesigner auf die Idee kam: Warum nicht die fiktiven Brücken nachbauen? Investoren, Architekten und Baubetriebe waren schnell gefunden, die Europäische Zentralbank gab ebenfalls grünes Licht. Nun werden die bis dato imaginären Geldscheinbrücken im wasserreichen Vorort Spijkenisse bei Rotterdam nachgebaut.

Der «Euro-Kasper»

In der gegenwärtigen Euro-Schuldenkrise dürfte ein Puppentheater wohl kaum helfen. Zur Euro-Bargeld-Einführung vor zehn Jahren aber sollte eine kleine holzgeschnitzte Kasperlefigur besonders älteren deutschen Menschen die Angst vor dem neuen Geld nehmen.

Der einst vom ehemaligen Umweltminister Klaus Töpfer miterfundene «Euro-Kasper» ging – nach Gastspielen in Kindergärten und Schulen – auf Tournee in die Seniorenheime von rund 100 Städten.

Der ausgezeichnete Euro

Der Euro ist eine ausgezeichnete Währung – jedenfalls eine mit dem Karlspreis ausgezeichnete. Nach den Politikern wie Bill Clinton oder Tony Blair bekam 2002 auch die europäische Gemeinschaftswährung den Preis für europäische Verständigung.

(dpa/maiu)

Kommentare aktiv...

B. seiler, pop
(brunomax Mann)
Verfasst am: 2.1.2012 6:31

der kasper ist sehr treffend !!

er ist immer gegen das schlechte und boese und... mehr

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