International
Dickes Fettnäpfchen für Putin zu Neujahr
Der russische Regierungschef Wladimir Putin ist bekannt für seinen unzimperlichen Umgang mit seinen Kritikern. Während seiner offiziellen Neujahrsrede an die Nation bedachte er sie mit schlüpfrigen Bemerkungen. Derweilen brachen die Proteste im Land auch an Silvester nicht ab.
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Bei regierungskritischen Protesten in Russland hat die Polizei Silvester Dutzende Oppositionelle festgenommen. In Moskau kamen mindestens 70 Demonstranten kurzzeitig in Polizeigewahrsam, in St. Petersburg etwa 10.
Regierungschef Wladimir Putin nannte diese Proteste in seiner Neujahrsansprache an die Nation «nichts Ungewöhnliches». Dann wünschte Putin seinen Landsleuten Gesundheit und Erfolg «...für alle Bürger, unabhängig von ihrer politischen Überzeugung, einschliesslich derer, die mit linken Kräften sympathisieren oder auf der rechten Seite angesiedelt sind, ob unten, oben, wie auch immer es dir gefällt.» – in der russischen Sprache zweifelsohne eine sexuelle Anspielung.
«Tod den Besetzern des Kremls»
Derweilen gingen im ganzen Land auch über die Festtage die Proteste der Bürger weiter. In Moskau wurden einige Aktivisten von den Sicherheitskräften aufgegriffen, noch bevor sie sich auf dem zentralen Triumphplatz versammelt konnten. Andere wurden in Busse gezerrt, nachdem sie begonnen hatten, in Sprechchören den Ministerpräsidenten Wladimir Putin zu kritisieren.
Alle Festgenommenen seien noch vor Mitternacht wieder freigekommen, berichteten Medien am Sonntag. Im Zentrum der russischen Hauptstadt hatte ein massives Polizeiaufgebot den Triumphplatz schon Stunden vor Beginn der regierungskritischen Protestaktion abgesperrt.
Dennoch versammelten sich dort etwa 200 Menschen, riefen Losungen gegen die Regierung und hielten Plakate mit politischen Parolen hoch. Auf einem Banner stand der Spruch «Tod den Besetzern des Kremls».
1 mal Protest pro Monat ist erlaubt
Auch in anderen Städten kam es zu Protesten. In der Millionenstadt Nischni Nowgorod rund 400 Kilometer östlich von Moskau gingen etwa 50 Menschen auf die Strasse, darunter der Kremlkritiker und frühere Vize-Regierungschef Boris Nemzow. Die nicht genehmigten Kundgebungen hingen nicht direkt mit den jüngsten Demonstrationen für freie Wahlen mit Zehntausenden Teilnehmern zusammen.
Unter Berufung auf den Artikel 31 der russischen Verfassung, der Versammlungsfreiheit garantiert, halten Aktivisten am letzten Tag eines jeden Monats mit 31 Tagen Kundgebungen gegen die Regierung ab.
(sda/dpa/from)
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H. Haller, Kölliken
)
(kitwa
Verfasst am: 1.1.2012 19:15
Ob es nun nach dem abrabische Frühling,
auch noch zu einem Russischen Frühling kommt ? -... mehr
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