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International

Wegen Islam kein Wellness mehr auf Malediven

Samstag, 31. Dezember 2011, 2:05 Uhr

Der Lebensstil westlicher Touristen beisst sich mit den kulturellen Gepflogenheiten der Einheimischen auf den Malediven. Die Regierung des Inselstaats sieht sich nun gezwungen, hunderte Wellness-Centren in Luxushotels zu schliessen – aus Rücksicht auf den Islam.

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Das Büro des Präsidenten der Malediven teilte in einer Stellungnahme mit, bei der Schliessung von Wellness-Oasen handle es sich um eine Reaktion auf Proteste gegen «antiislamische Aktivitäten».

Das Tourismusministerium informierte die betroffenen Luxusresorts. Eine Rückmeldung habe es habe es aber noch keine erhalten, hiess es.

Weitere Verbote gefordert

In der vergangenen Woche hatten tausende Inselbewohner bei einer von der Opposition organisierten Protestkundgebung ein Ende «antiislamischer Aktivitäten» gefordert.

Bild Demonstranten mit einem Plakat
Nicht nur der Wellness-Tourismus ist den Islam-Anhängern ein Dorn im Auge, auch Alkohol und getarnte Bordelle sollen verschwinden. keystone

Neben anderen Gruppen warf die oppositionelle Gerechtigkeitspartei Präsident Mohammed Nascheed vor, die Prinzipien des Islams zu untergraben. Die Demonstranten forderten auch ein Verkaufsverbot von Alkohol sowie die Schliessung von Bordellen, die verdeckt als Massagesalons betrieben würden.

Ein Dorn im Auge sind ihnen auch Statuen, die Nachbarländer den Malediven zuletzt auf einem Gipfeltreffen zum Geschenk gemacht hatten. Der sunnitische Islam ist die offizielle Religion auf den Malediven. Die Ausübung anderer Religionen ist verboten.

(sda/fref)