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Bundesratswahl 2011

Bundesratswahl: Politiker twittern aus dem Saal

Nicola Ruffo
Mittwoch, 14. Dezember 2011, 17:05 Uhr

Die jungen, neugewählten Politiker haben frischen Wind ins Bundeshaus gebracht. Mit ihnen halten auch die sozialen Medien Einzug in die beiden Kammern. Seit diesen Bundesratswahlen, macht auch die ältere Garde von diesen neuen Möglichkeiten rege Gebrauch.

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«Ich bin wahrscheinlich der erste Bundesrat, der im Laufe seiner politischen Karriere nicht mit einer Schreibmaschine im Büro grossgeworden ist. Ich bin ein Kind des Computer-Zeitalters», das sagt der SP-Politiker Alain Berset an seiner ersten Medienkonferenz in seinem neuen Amt.

Aus der Sicht der Neulinge

Mit dieser Politikergeneration hat auch der Gebrauch von sozialen Netzwerken unter der Bundeskuppel stark zugenommen. Die Bundesratswahl ist gut protokolliert auf Twitter. Nationalräte twittern ihre Wahl und publizieren sogar Bilder ihres Wahlzettels.

Bild Wahlzettel
Thomas Minder (parteilos/SH) schreibt dazu auf Facebook: «Voilà, 6. Wahl, Rime greift Schneider-Ammann an. Schwierig...» pd

Bereits vor den entscheidenden Ereignissen liefen die Drähte heiss. Die Fronten zwischen der SP und SVP war klar. Cédric Wermuth (SP/AG) twittert: «Mein Wahlzettel. Stand heute: 2xSP, 2xFDP, 1xCVP, 1xBDP, 1xSVP. Die SVP hat's selbst vergeigt.» Dem gegenüber schreibt Natalie Rickli (SVP/ZH) noch hoffnungsvoll: «Fraktionssitzung beendet, Strategie steht, jetzt gilt es ernst: Stehen die anderen Parteien zur Konkordanz und geben uns den 2. Sitz?» Eine leise Vorahnung über den Wahlausgang hatte bereits Balthasar Glättli (Grüne/ZH): «Wahlorakel: Eine Überraschung wäre nach meiner Einschätzung eine Überraschung.» Was dann folgte waren Wahl-Bekenntnisse von jeglichen Couleurs.

Duzfreund im Bundesrat

Das Fazit war dann schnell gezogen. Bastien Girod (Grüne/ZH) schreibt: «Vor 4 Jahren war die BR-Wahl spannender. Gegen FDP Sitz mit gutem Kandidat hätten sie 2 Sitze geschafft.» Auch Barbara Schmid-Federer (CVP/ZH) gibt sich kritisch: «Geschafft! SVP hat Federn gelassen. FDP aber auch; trotz Resultat.» Christian Wasserfallen (FDP/BE) reagiert staatsmännisch trocken: «Allen Bundesrätinnen und Bundesräten alles Gute und viel Erfolg für die Schweiz!» Ein Sinn für Humor beweist Glättli. Er freut sich über Twitter, dass er nun mit Berset nach zwei Wochen bereits einen Duzfreund im Bundesrat habe.

Der meistzitierte Tweet stammt jedoch nicht von einem Politiker. Es ist ein Scherz, der sich wie ein Lauffeuer verbreitete: Was ist der Unterschied zwischen der SVP und einem Smart? Der Smart hat zwei Sitze!

Kommentare aktiv...

M. Steiner, Zürich
(shankara Mann)
Verfasst am: 15.12.2011 0:17

Und immer mit dem sozialen Nuggi unterwegs...

...denn dieses ständige in Kontakt sein mit den... mehr

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O. röthlisberger, bern
(bundeskanzler Mann)
Verfasst am: 14.12.2011 18:18

der witz : )

dieser witz ist das konstrukstivste was ich heute... mehr

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