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Winkelmatt Kirchdorf: Rettungsaktion für mittelalterliche Siedlung

Montag, 12. Dezember 2011, 11:55 Uhr

Mit einer Rettungsgrabung werden derzeit in Kirchdorf (BE) die Spuren einer mittelalterlichen Siedlung gesichert. Zahlreiche Pfostengruben bezeugen dort die Standorte von Häusern.

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Bild Mehrere Löcher in festem Sand.
Zahlreiche Pfosten wurden in den Sand getrieben. Daraus lassen sich teilweise die mittelalterlichen Hausgrundrisse rekonstruieren. adb

Dass es unter der Winkelmatt Spuren einer mittelalterlichen Siedlung gibt, vermutete man schon länger. Wegen einer geplanten Wohnüberbauung wurde nun auf einer Fläche von 5000 Quadratmetern eine Rettungsgrabung eingeleitet.

Ausgrabungen dauern bis zum Sommer

In dem fast reinen, festen Sand haben sich die Negative von Pfosten und Grubenwänden erhalten, wie der archäologische Dienst des Kantons Bern mitteilte. Die Winkelmatt gehörte im Mittelalter zum Ortskern von Kirchdorf.

In der Nähe der heutigen Rettungsgrabung wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts fünf Gräber aus der jüngeren Eisenzeit gefunden. Bei den heutigen Grabungen fanden sich bisher keine weiteren Gräber aus jener Zeit. Die Ausgrabungen dauern jedoch noch bis im kommenden Sommer an.

Bild Mann mit Staubsauger.  Pfostengruben sind im Sand zu sehen.
Im Sand zeichnen sich die runden Pfostengruben deutlich ab. adb

Die laufenden Grabungen können am Donnerstag, 15. Dezember 2011, 16 bis 19 Uhr besichtigt werden. Die verantwortlichen Archäologinnen und Archäologen erklären die Befunde.

(sda/hesa)

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