International
Klimaschutz vor dem Aus?
Die Hoffnungen auf Fortschritte beim UNO-Klimagipfel in Durban schwinden. Politiker, Experten und Umweltorganisationen äussern sich skeptisch über die absehbaren Ergebnisse der Konferenz. Umweltorganisationen kritisieren eine «Führungsschwäche» der EU.
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«Wir wissen, dass die Schwellenländer zurzeit nicht bereit sind, bindende Reduktionsverpflichtungen im Bereich der CO2-Emission einzugehen», sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. Europa werde weiter bindende Verpflichtungen haben, könne aber das Klimaproblem der Welt nicht allein lösen. Es gehe nun darum, den Entwicklungsländern finanziell beim Klimaschutz zu helfen.
«Zentraler Baustein der Klimaarchitektur»
Optimisten hoffen trotzdem, dass sich in Durban bis zum nächsten Wochenende die Kyoto-Vertragspartner zu einer zweiten Verpflichtungsperiode für das Kyoto-Protokoll und grundsätzlich über ein Nachfolgeabkommen für das bis Ende 2012 geltende Papier einigen.
Das gilt europäischen Diplomaten als «zentraler Baustein der internationalen Klimaarchitektur». Aber genau diese sehen andere kurz vor dem Zusammenbruch.
«Es besteht die Gefahr, dass hier in Durban der Kyoto-Vertrag zu Grabe getragen wird», sagte der Greenpeace-Klimaexperte Stefan Krug. Greenpeace wirft der EU vor, sich nicht entschieden genug für eine harte Gangart bei den Konferenzverhandlungen einzusetzen. Das sei eine «Führungsschwäche».
Viele Staaten skeptisch
Immer mehr Staaten gehen auf Distanz zum Kyoto-Protokoll. Russland und Japan haben deutlich gemacht, dass sie sich abkoppeln wollen, falls nicht alle Industrie- und Schwellenländer bei dessen Fortsetzung mitmachen.
Kanada scheint noch einen Schritt weiter zu gehen und schon vorzeitig das Protokoll aufkündigen zu wollen. Die USA lehnen ein Abkommen vor 2020 ab. Vor international verbindlichen Vereinbarungen scheuen sich auch nach wie vor Indien und China. Das in Cancún beschlossene Klimaziel, die Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen, wird angesichts weiter wachsender Emissionen zunehmend unrealistisch.
Aktive Strategie zur Verhinderung?
Viele kritisieren die «Blockierer». «Manche führen sich hier als Organisatoren der Unverantwortlichkeit auf», formulierte Germanwatch-Politikchef Christoph Bals. Nicht nur Washington, auch Moskau und Ottawa agierten, «als ob sie bewusst Sand in das Getriebe des Klimaschutzprozesses streuen wollten». Manchmal sehe es aus «wie eine aktive Strategie zur Verhinderung von Fortschritten».
Die Entwicklungsländer hingegen sind grundsätzlich an der Verlängerung des Kyoto-Prozesses interessiert. Viele der notleidenden Staaten fürchten für sich dramatische Folgen des Klimawandels. Allerdings wurden sie im Kyoto-Protokoll von 1997 noch nicht in die Einschränkung der Emissionen eingebunden. Vor allem hofft die Dritte Welt auf Geld aus dem Grünen Klimafonds, der ab 2020 auf 100 Milliarden Dollar pro Jahr steigen soll.
Vieles deutet darauf hin, dass sich der Kyoto-Prozess faktisch nur noch auf die EU sowie einige andere Staaten wie Australien, die Schweiz und Norwegen begrenzen wird. Die aber sind insgesamt für weniger als 15 Prozent der von Menschen verursachten Emissionen verantwortlich. Auch die EU will sich nur zu weiteren Reduktionszielen verpflichten, wenn die anderen Staaten sich bereit erklären, in ein paar Jahren mit an Bord eines Kyoto II zu kommen
Proteste gegen Atomkraft
Einige tausend Menschen protestierten am Samstag am Rande des UNO-Klimagipfels friedlich für mehr Klimaschutz und gegen Atomkraft. Zu dem «Global Day of Action» hatten zahlreiche südafrikanische und internationale Umweltorganisationen sowie kirchliche Gruppen aufgerufen.
(dpa/widb)
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D. Frei, Uri
)
(Eidgenossen
Verfasst am: 4.12.2011 20:36
Klimaschutz
ist nicht mehr Finanzierbar . Passiert eh nicht... mehr
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R. Lampert
Verfasst am: 4.12.2011 19:48
klimaschutz
es ist schon lange zu spät.
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I. Ndlovu, Mbombela/NST
)
(Igwenya
Verfasst am: 4.12.2011 18:57
Die Fuehrungs-schwaeche der EU...
... nein Leute, die Fuehrungsschwaeche der... mehr
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