Schweiz
Kampfjet-Gegner drohen mit Volksabstimmung
Nach dem Kampfjet-Entscheid des Bundesrates wollen die Gegner dafür sorgen, dass der Kauf doch noch vors Volk kommt. Die Befürworter äussern sich dagegen verhalten bis erfreut auf den Typenentscheid.
- 09.02.12: Gripen – oder doch ein anderer?
- SF Wissen: Armee in der Krise
- Bundesrat entscheidet sich für Gripen-Kampfjet
- Schweizer Kampfflugzeuge – und der Kampf um ihre Beschaffung
- 19.11.11: Grüne bestehen darauf: Kampfjets vors Volk
- 19.10.11: Kampfjet-Entscheid bis Ende 2011
- 05.10.11: Der Plan-B des VBS bei Kampfjet-Nein
- 01.10.11: SP will Kampfjet-Entscheid vors Volk bringen
- 28.09.11: Kampfjets: Volk bekommt nicht das letzte Wort
Artikel bewerten
Artikel teilen
Die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) und die Grünen wollen notfalls im Frühling eine Initiative lancieren. Noch lieber hätte er eine referendumsfähige Vorlage, sagte der abgewählte Grüne Nationalrat und GSoA-Vorstand Josef Lang auf Anfrage. «Aber auch wenn der Bundesrat dies vorschlägt, gibt es keine Garantie, dass das Parlament wirklich ein Referendum beschliesst.» Das Parlament hat dies schon einmal abgelehnt.
SP entscheidet erst über Initiative
Das Volksbegehren wird wieder ein Moratorium verlangen. Die GSoA hatte schon einmal die nötigen Unterschriften für ein Kampfjet-Moratorium gesammelt. Nach dem Entscheid des Bundesrats, den Kauf zu verschieben, hatte die Organisation die Initiative aber zurückgezogen.
Ob auch die SP, die ebenfalls gegen den Kauf neuer Kampfflugzeuge ist, Teil eines des Bündnisses wäre, ist noch nicht sicher. Über eine Initiative oder ein Referendum werde an der Delegiertenversammlung vom nächsten Samstag entschieden, teilte die Partei mit.
Ausserdem will die SP-Fraktion versuchen, die parlamentarische Diskussion noch einmal aufzunehmen: Mit Vorstössen soll die Kampfjet-Beschaffung erneut auf die politische Agenda gesetzt werden, damit das neu zusammengesetzte Parlament eine «nüchterne Beurteilung abseits des Wahlkampfs» vornehmen kann.
Auch Ausrüstungsmängel beheben
Auf der Seite der Kampfjet-Befürworter hält die Schweizerische Offiziersgesellschaft (SOG) fest, dass der jetzige Entscheid ein wichtiger Schritt für die zur Umsetzung der jüngsten Beschlüsse des Parlaments zur Armee sei. Auf das ausgewählte Flugzeug Gripen, das vor allem aus finanziellen Gründen den Vorzug erhielt, gehen SVP und SOG nicht direkt ein.
Die Offiziere gingen davon aus, dass der ausgewählte Jet über die Qualitäten verfüge, welche eine moderne Luftwaffe benötige, hält die SOG fest. SVP und SOG warnen jedoch davor, wegen des Flugzeugkaufs andere Teile der Armee zu vernachlässigen. Die Mängel in der Ausrüstung müssten wie vom Parlament beschlossen behoben werden.
Attraktives Angebot
Erfreut über den Entscheid für den schwedischen Gripen zeigte sich FDP-Sicherheitspolitiker Peter Malama (BS). Die Armee erhalte ein technisch ausgereiftes Flugzeug, das die Anforderungen in der Abwehr und auch bei Offensivaktionen erfülle.
Der Nutzen im Verhältnis zum Kaufpreis sei beim Gripen deutlich attraktiver als beim möglicherweise technisch ausgereifteren Eurofighter, sagte der Nationalrat. «Die Schweizer Armee braucht nicht den besten Flugzeugtyp, sondern jenen, der den geforderten Flugfähigkeiten am besten entspricht.»
Bei der CVP, die in der Frage der Kampfjet-Beschaffung gespalten ist, hiess es, für sie sei die Finanzierung der Flugzeug-Beschaffung entscheidend.
(sda/buet)
Meldungen im Tagesverlauf
- Norditalien: Zwei schwere Beben innert weniger Stunden
- Bussendepots bei Ausländern sind erlaubt
- Studie kritisiert MSC-Fischlabel
- Session beginnt für Jungparlamentarier auf Twitter
- Annan kämpft in Syrien weiter für Frieden
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Frankreich verzichtet für EURO auf Gourcuff
- Bald-Papa Robbie Williams: Für seine Kleine macht er sich fit
- Migros deklariert Produkte aus besetzten Gebieten
- Griechenland gibt EURO-Kader bekannt
- Dänemark-Keeper Sörensen verpasst EURO
- 500'000 Chilenen üben den Ernstfall
- Bundesgericht: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
- Bundespräsident Gauck pocht in Israel auf Zwei-Staaten-Lösung
- Max Loong versucht sich an der Stange
- Kauflust in der Schweiz zieht weiter an


Norditalien: Zwei schwere Beben innert weniger Stunden
Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Session beginnt für Jungparlamentarier auf Twitter
Annan kämpft in Syrien weiter für Frieden
Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
Bundesgericht: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
SP könnte Steuerabkommen kippen














J. Term, Zürich
)
(notax
Verfasst am: 1.12.2011 19:55
Kampfjets
Man sollte abstimmen können welche Flugzeuge man... [1] mehr
Zustimmen — 2 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 10 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
K. Räschter, Schweiz
)
(-
Verfasst am: 1.12.2011 15:21
Joe Lang hat jetzt ja Zeit
Der Ober-Jommeri gegen die Armee Joe Lang hat... mehr
Zustimmen — 11 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 5 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
M. Keller, Thurgau
)
(M.Keller
Verfasst am: 1.12.2011 11:55
aktuelles Tagesgeschehen
Iran droht mit Bekämpfung US-Militärziele in... mehr
Zustimmen — 17 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 3 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten