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Krise im Euro-Land

Zittern um Euro-Krisenfonds

Dienstag, 29. November 2011, 10:15 Uhr, Aktualisiert 14:10 Uhr

Die Finanzminister der Euro-Länder beraten über die geplante Verstärkung des Euro-Krisenfonds EFSF. Die ursprünglich geplante Aufstockung steht jedoch auf der Kippe. Potentielle Geldgeber aus Asien zeigen sich plötzlich zurückhaltend. Norwegen erteilte gar eine Absage.

Bild EZB-Chef Jürgen Stark.
Was kommt als Nächstes? Experten meinen, die EZB und ihr Chef könnten als Einzige die Euro-Krise dämpfen. keystone

EFSF-Chef Klaus Regling gestand im Vorfeld des Finanzminister-Treffens ein, dass die geplante Vervielfachung des Krisenfonds zunächst nicht erreichbar sei.

Werkzeugkasten für Schuldenkrise

Um die gemeinsame Währung zu retten, diskutiert Europa nun neue Wege. Da der Rettungsschirm nicht ausreicht, sollen wirksamere Instrumente her.

Zu den Vorschlägen gehören gemeinsame Staatsanleihen der Euro-Länder (Eurobonds) und eine Änderung der EU-Verträge. Die Idee des Krisenfonds EFSF ist, Schuldscheine kriselnder Länder mit einer Art Teilkaskoversicherung für Investoren wieder interessanter zu machen.

Experten sehen aber als einzige Lösung, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Staaten unbegrenzt mit Geld versorgen.

Im EFSF stehen noch rund 250 Milliarden Euro Restmittel zur Verfügung – zu wenig Geld, um auch grösseren Volkswirtschaften wie Italien unter die Arme zu greifen. Darum hätte der Krisenfonds um das Drei- bis Vierfache aufgestockt werden sollen. Diese Zielgrösse war von den Staats- und Regierungschefs im Oktober vorgegeben worden.

Einschätzungen von SF-Korrespondent Jonas Projer. (Tagesschau, 29.11.2011)

Doch es gibt ein Problem: Geldgeber – vor allem aus Asien – zögern. Die potentiellen Anleger wollen offenbar zuerst wissen, welche Länder genau Hilfe brauchen. Darum erteilte beispielsweise China noch keine feste Zusage. Norwegen sagte eine Beteiligung sogar ab.

 

(agenturen/fref)