Krise im Euro-Land
Merkel bekräftigt ihr Nein zu Eurobonds
Die Kanzlerin bleibt hart: Keine Eurobonds, kein Feuerwehreinsatz der Europäischen Zentralbank. Das bekräftigte sie im deutschen Bundestag – auch in Richtung EU-Kommission.
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Sie halte es für ausserordentlich bedauerlich und unpassend, dass die EU-Kommission den Fokus jetzt auf derartige Eurobonds richte, sagte die deutsche Bundeskanzlerin in der Generalaussprache über den Haushalt 2012 im Bundestag.
Denn die kommunikative Wirkung sei: Durch Vergemeinschaftung der Schulden könne man aus den strukturellen Mängeln der Währungsunion herauskommen. «Genau das wird nicht klappen.» Merkel unterstrich, am Auftrag der Europäischen Zentralbank (EZB) solle sich nichts ändern.

Führen Eurobonds die EU aus der Krise?
Die EU sucht Wege aus der Schuldenkrise. Eine mögliche Lösung sind gemeinschaftliche Staatsanleihen, sogenannte Eurobonds. Wirtschaftsredaktor Reto Lipp hält die Einführung von Eurobonds für eine gangbare Variante. mehr
Neue Pläne in Brüssel
Das Nein der Bundeskanzlerin kommt am Tag, an dem EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso in Brüssel erste Ideen für gemeinschaftliche Staatsanleihen vorstellen will. Zu seinem Paket sollten auch Gesetzesvorschläge für eine stärkere Aufsicht über die Wirtschafts- und Haushaltspolitik der Mitgliedstaaten gehören. Demnach soll Brüssel das Recht erhalten, nationale Budgets schon vor der Verabschiedung in den Hauptstädten zu prüfen.
EZB nur für Geldwertstabilität verantwortlich
Merkel betonte erneut, dass es keine leichten Lösungen geben könne: «Es wird, weil politisches Vertrauen verloren gegangen ist, nur durch politische Massnahmen Schritt für Schritt wieder Vertrauen gewonnen werden.»
Mit Blick auf Rufe nach einer massiven Anti-Krisen-Intervention der EZB sagte Merkel, diese sei «einzig und allein verantwortlich für die Geldwertstabilität». Dies sei ihr Mandat, und dies übe sie aus.
«Immer eine endliche Menge an Geld zur Verfügung»
Die Unabhängigkeit der EZB bestehe «in jede Richtung: Ob sie etwas tut oder ob sie etwas nicht tut.» Es sei wichtig, dass Europa sich auf solche unabhängigen Instanzen gründe: «Und deshalb darf an dem Mandat nach meiner festen Überzeugung für die Europäische Zentralbank nichts, aber auch gar nichts geändert werden.»
Merkel räumte ein, dies habe zur Folge, «dass wir immer eine endliche Menge an Geld zur Verfügung haben, mit dem wir Schutzwälle aufbauen können». Man sei dadurch auch ein Stück weiter angreifbar als Länder, die nach ihrer Tradition zur Krisenbekämpfung Geld drucken lassen könnten. Umso wichtiger seien in der Eurozone durchsetzbare Regeln zur Einhaltung der Stabilitätsvorgaben.
(dpa/coro)
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H. Haller, Kölliken
)
(kitwa
Verfasst am: 28.11.2011 12:53
Heute haben wir den 28.11.2011
Am 23.11.2011 sagte sie nein zu den Eurobonds.... mehr
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R. Keller, Luzern
)
(Roke81
Verfasst am: 23.11.2011 22:17
RIchtig so!
Frau Merkel hat Recht, dass sie weiterhin gegen... mehr
Zustimmen — 6 Leser sind auch dieser Meinung.
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H. Haller, Kölliken
)
(kitwa
Verfasst am: 23.11.2011 21:04
Jetzt sagt sie nein...
und nach den nächsten Wahlen muss sie ja sagen... mehr
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