Vermischtes
Euro-Krise? – einfach lachhaft
Die Lage ist bitterernst. Ein Euro-Staat nach dem anderen droht in den Bankrott zu schlittern. Was in der Politik vermisst wird, geschieht in der Welt der Comedy und Satire: Kabarettisten und Witzeschreiber erklären, warum es mit dem Euro bachab geht.
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Die Finanz- und Euro-Krise ist so komplex, dass kaum jemand mehr wirklich den Durchblick zu haben scheint. Die Politik wirkt ratlos, Experten halten sich mit Tipps und Prognosen zurück – oder widersprechen sich gar vollkommen.
Dies ist eine Steilvorlage für Komiker. Auf Youtube und anderen Video-Portalen im Internet kursieren dutzende Sketches, die sich über die Krise amüsieren. Nicht nur das: sie erklären Dinge wie die aktuelle Euro-Krise mit greifbaren Vergleichen.
Finanzkabarettist Chin Meyer erklärt auf ARD die Finanzspekulation so, dass sie für jedermann verstehbar ist: Ein Wirt schenkt seinen Stammgästen Bier auf Pump aus – und wird dennoch reich dabei.
Quelle: youtube
Die Immobilien-Krise mit Ursprung in den USA wirkt durch die Brille eines Parodisten plötzlich klar und verständlich. Die einfachsten Erklärungen kommen offenbar aus der Feder von Komikern – Politiker wirken dafür zunehmend lächerlich in ihrer Ratlosigkeit.
So machen es zum Beispiel die britischen Satiriker John Bird und John Fortune – bekannt als «The Long Johns».
Quelle: youtube
In der Schweiz scheint das Interesse an dem Thema unter satirischem Gesichtspunkt etwas abgeflaut zu sein. Bei der Satire-Sendung «Giacobbo / Müller» war die Finanzkrise vor allem in der ersten Phase 2008 und 2009 Gegenstand von Parodien.
Die Krise werde aber noch immer in ihre Sendung thematisiert, so Mike Müller. Jedoch weniger in Form der Sketches mit Figuren wie Hanspeter Burri, Dr. Klöti oder anderen. Vielmehr kommen die Witze zum Thema in der Wochenschau zu Beginn der Sendung. Damit können sie auch verbunden werden mit anderen Aktualitäten – oft liegt dann gerade in der Verknüpfung der Witz.
«Banker als Bad-Guy, das ist zu wenig»
Müller meint aber auch: «Die Eurokrise ist für uns ein Aussenpolitik-Problem. Damit hat das Thema nicht die gleiche satirische Relevanz, wie zum Beispiel in Deutschland, wo es ein innenpolitisches Problem ist.»
Hinzu komme, dass das Thema auch einmal abgelutscht sei, so Müller. Ihnen falle zum Beispiel zum gierigen Banker irgendwann nichts mehr Neues ein. «Der Banker als Bad-Guy, das ist für uns zu wenig.»
Die Satire habe zudem ihre Grenzen. Wenn in der Schweiz hunderte Banker entlassen werden, sollte man sich mit Witzen zurückhalten. Die wahren Abzocker würden ja schliesslich in London sitzen, der Witz also auf dem Rücken der Falschen ausgetragen.
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