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Krise im Euro-Land

Brüssel: Papademos kommt mit leeren Händen

Montag, 21. November 2011, 18:07 Uhr, Aktualisiert 20:42 Uhr

Der griechische Ministerpräsident Lucas Papademos hat bei seinem Antrittsbesuch bei der EU um Vertrauen in seine Regierung geworben. Die von den Euro-Partnern verlangte schriftliche Zusage zum Rettungspaket brachte er aber nicht mit nach Brüssel.

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Nach einem Gespräch mit EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sagte Papademos, auch er halte die von den Geldgebern verlangte schriftliche Versicherung für nötig. «Aber es ist Sache der Führer der betreffenden Parteien, zu entscheiden, in welcher Form sie ihre Verpflichtung bestätigen.»

Doch der Chef der konservativen Nea Demokratia, Antonis Samaras, weigert sich bislang hartnäckig. Damit bleibt eine Schlüsselbedingung der Eurogruppe zur Auszahlung der nächsten Notkredite weiter unerfüllt. Ohne diese Zahlung droht Athen im Dezember die Pleite, wie ein EU-Sprecher bekräftigte.

Die Euro-Staaten wollen die nächsten acht Milliarden Euro erst freigeben, wenn neben Papademos auch sein Finanzminister, der Notenbankchef und die Führer von Sozialisten und Konservativen die dauerhafte Fortführung des Spar- und Reformkurses garantieren – auch über die nächste Wahl hinaus.

Keine Alternative zur Eurozone

Ungeachtet der Blockade versicherte Papademos, alles in seiner Macht stehende zu tun, damit die Finanzen in Ordnung gebracht, die Reformen umgesetzt werden und Griechenland in der Eurozone bleiben könne. «Das ist der einzige Weg, und die einzige Möglichkeit für die Regierung und die Bevölkerung», sagte Papademos.

Die Verhandlungen mit den Banken über einen Schuldenschnitt von 50 Prozent hatten in der vergangenen Woche begonnen. Er erwarte, dass man sich «in den kommenden Wochen auf eine Einigung zubewegt», sagte Papademos.

Einschätzungen von SF-Korrespondent Jonas Pojer aus Brüssel.(Tagesschau, 19.30 Uhr, 21.11.2011)

Barroso mahnte, die Lage sei «äusserst ernst, ernster vielleicht als je zuvor in den vergangenen 18 Monaten.» Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass der Privatsektor seine griechischen Anleihen wie geplant im Januar gegen neue Papiere austausche. Damit soll die Schuldenlast der Griechen auf 120 Prozent des Bruttoinlandprodukts gedrückt werden.

(agenturen/maiu)

Kommentare aktiv...

A. Planta, Chur
(plal Mann)
Verfasst am: 22.11.2011 0:21

Brüssel: Papademos kommt mit leeren Händen

Haben die in Brüssel geglaubt es komme ein... mehr

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O. toneatti, bern
(olgar Mann)
Verfasst am: 21.11.2011 19:05

Wenn Einer mit leeren Händen kommt,

sollte er auch wieder mit leeren Händen... mehr

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P. D., Esslingen am Neckar
(Peterle Mann)
Verfasst am: 21.11.2011 18:39

Papademos kommt mit leeren Händen

Er hätte ja wenigstens die Akropolis mitbringen... [1]  mehr

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