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Lichtgeschwindigkeit: Einsteins Stuhl wackelt

Freitag, 18. November 2011, 11:14 Uhr

Manchmal trauen Wissenschaftler ihren Augen nicht. Das geht auch Forschern des Teilchenforschungszentrums Cern bei Genf nicht anders. Im September zeitigten Versuche mit Neutrinos Ergebnisse, die Einsteins Relativitätstheorie relativieren. Die Expertenwelt sparte nicht mit Kritik. Aber auch die Wiederholung der Versuche entlastet Einstein nicht.

Bild Blick in den Magnet-Tunnel des Teilchenbeschleunigers im Genfer Cern.
Wird der Tunnel des Cern zum Grab von Einsteins Relativitätstheorie? keystone

Durch eine Indiskretion fanden vor eineinhalb Monaten Messergebnisse einer Versuchsreihe am Cern den Weg in die Öffentlichkeit. Bei einem Test mit den winzigen Elementarteilchen Neutrinos ist es gelungen, diese auf eine bis dahin in der Teilchenphysik für unmöglich gehaltene Geschwindigkeit zu beschleunigen.

So funktioniert das Cern-Experiment

Neutrinos scheinen schneller als Licht zu sein. Entweder, Wissenschaftler vom Cern liegen falsch, oder E=mc2 ist widerlegt. mehr

Fehlersuche geht weiter 

Was jahrelang als geradezu göttliche Grenze möglicher Kinetik Bestand hatte, wurde mit einem einzigen Versuch in Frage gestellt: die Lichtgeschwindigkeit. Und mit ihr einer der grössten Geister in der neuen Wissenschaftsgeschichte: Albert Einstein.

Die Kritik, die den Forschern des Cern daraufhin entgegen brandete, war beachtlich. Dennoch kam seinerzeit Rolf Heuer, Generaldirektor des europäischen Teilchenforschungszentrums Cern, nicht umhin, die laute Kritik am Experiment Opera zurückzuweisen. «Wir sind korrekt vorgegangen», sagte er Anfang Oktober.

Nun gab es wieder einen Test, bei welchem ein neuer Protonenstrahl zum Einsatz kam. Damit wollten die Wissenschaftler eine mögliche Fehlerquelle ausschalten.

Bild Portrait von Albert Einstein auf einem Stuhl sitzend.
Wenn die Cern-Messungen stimmen, dürfte Einsteins Glorienschein der Wissenschaft verblassen. reuters

Von den im Cern auf eine 730 Kilometer lange Reise geschickten Teilchen konnten in Gran Sasso in den zentralitalienischen Abruzzen 20 Neutrinos geortet werden, wie der an Opera beteiligte Forscher Dario Autiero informierte.

Es brauche noch weitere Überprüfungen und unabhängige Messungen, bis die Neutrinos-Geschwindigkeit bestätigt oder widerlegt werden könne, sagte Autiero weiter.

 

(sda/from)

Kommentare aktiv...

I. Ndlovu, Mbombela/NST
(Igwenya Mann)
Verfasst am: 19.11.2011 9:03

Na Stuhl...

..wenn was wackelt dann wohl hoechstens der... [1]  mehr

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J. Simon, Bern
(Nietzscheaner )
Verfasst am: 18.11.2011 23:16

Es scheint den Medien mit ihrer Rekord

heischenden Rhetorik, billig und heilsam zu sein,... mehr

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R. Reinhard, Basel
(Penner Mann)
Verfasst am: 18.11.2011 16:27

Weiter so!

Lasst die Stühle wackeln. Nicht nur den von... mehr

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