Vermischtes
Wilde Spekulationen nach Delfinsterben
Nachdem am Sonntag im Freizeitpark «Connyland» in Lipperswil (TG) zum zweiten Mal innert einer Woche ein Delfin gestorben ist, schiessen wilde Spekulationen über die Todesursache der Tiere ins Kraut. Die Staatsanwaltschaft rechnet frühestens in vier Wochen mit einem Ergebnis.
Artikel bewerten
Artikel teilen
Es werde in alle Richtungen ermittelt, sagte der zuständige Staatsanwalt Patrick Müller. Die beiden toten Delfine würden genau untersucht. «Es wird auch explizit nach Gift gesucht», sagte Müller.
Mitarbeiter des Connyland hatten am Sonntagnachmittag bemerkt, dass es dem 30-jährigen Delfinmännchen «Chelmers» plötzlich schlecht ging. Sie riefen einen Tierarzt. Dieser konnte aber den Tod des Delfins nicht mehr verhindern.
Bereits am vergangenen Dienstag war der achtjährige «Shadow» mit den gleichen Symptomen im Delfinbecken in Lipperswil ganz unerwartet gestorben. Ein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen kann nicht ausgeschlossen werden.
Spekulationen vermeiden
Dem Verdacht der Betreiber des Freizeitparks und diverser Medien, militante Tierschützer könnten etwas mit dem Tod der Delfine zu tun haben, gibt Müller keine zusätzliche Nahrung.
Neben den toxikologischen Abklärungen von Blut, Gewebeproben, Urin und Mageninhalt der toten Delfine, werden auch das Wasser des Delfinbeckens und das Futter der Tiere in einem externen Labor untersucht. Ausserdem werden von der Polizei Mitarbeiter und Nachbarn des Connylands befragt.
Derweil werden die drei verbleibenden Delfine im Connyland rund um die Uhr überwacht. «Wir wollen unsere Tiere schützen», sagte Connyland-Sprecher Erich Brandenberger.

Umfrage: Delfinariumverbot ja oder nein
42% der über 4100 Teilnehmer der Umfrage sind für das Verbot von Delfinarien in der Schweiz. Die restlichen 58% Prozent sind aber der Ansicht, dass trotz der ungeklärten Delfin-Todesfälle im Freizeitpark Connyland weiter Delfine in der Schweiz gehalten werden dürfen. Sehen Sie hier das Ergebnis.
Das Delfinarium hat derzeit Winterpause und ist geschlossen. Die Frage, wie es im kommenden Frühjahr mit der Delfin-Show im Connyland weitergehen soll, stelle sich im Moment nicht, sagte Brandenberger: «Wir wollen zuerst die Ursache für den Tod der beiden Tiere herausfinden.»
Importverbot für Delfine gefordert
Das Connyland, das letzte Delfinarium der Schweiz, stand wegen seiner Delfinhaltung schon seit einiger Zeit in der Kritik. «ProWal» und das «Wal- und Delfinschutz Forum» (WDSF) hatten vergangene Woche einen Zusammenhang des ersten Delfintods mit einer Techno-Party im Connyland vermutet.
Sie übten Kritik am Veterinäramt des Kantons Thurgau, weil dieses die Techno-Party nicht verboten habe. Die Bündner Nationalrätin Brigitta Gadient (BDP) hat im Parlament einen Vorstoss eingereicht. Sie will, dass die Schweiz den Import von Delfinen verbietet.
Auch die Organisation «OceanCare» unterstützt die Forderung eines Importverbots. Nur so lasse sich der «Missbrauch von Show-Delfinen wirksam unterbinden», schrieb OceanCare. Die Organisation will am kommenden Donnerstag in Bern eine von 77'500 Tierfreunden unterzeichnete Petition einreichen.
(sda/weis)
Meldungen im Tagesverlauf
- Norditalien: Zweites schweres Beben innerhalb weniger Stunden
- Bussendepots bei Ausländern sind erlaubt
- Studie kritisiert MSC-Fischlabel
- Session beginnt für Jungparlamentarier auf Twitter
- Annan kämpft in Syrien weiter für Frieden
- Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
- Frankreich verzichtet für EURO auf Gourcuff
- Bald-Papa Robbie Williams: Für seine Kleine macht er sich fit
- Migros deklariert Produkte aus besetzten Gebieten
- Griechenland gibt EURO-Kader bekannt
- Dänemark-Keeper Sörensen verpasst EURO
- 500'000 Chilenen üben den Ernstfall
- Bundesgericht: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
- Bundespräsident Gauck pocht in Israel auf Zwei-Staaten-Lösung
- Max Loong versucht sich an der Stange
- Kauflust in der Schweiz zieht weiter an


Norditalien: Zweites schweres Beben innerhalb weniger Stunden
Computervirus «Flame» gilt als neue Cyber-Waffe
Tote bei Protest gegen Schweizer Xstrata
Zorn über Wahlausgang auf Ägyptens Strassen
Session beginnt für Jungparlamentarier auf Twitter
Annan kämpft in Syrien weiter für Frieden
Bankia stürzt ab – Madrilenische Börse ebenfalls
Bundesgericht: Kein Zeitaufschub für AKW Mühleberg
Abhörskandal: Tony Blair vor Ethikkommission
Steinbrück: Abkommen mit der Schweiz begünstigt Steuerbetrüger
Ägypten: «Der schlimmste denkbare Albtraum ist eingetroffen»
Auch die Migros will Nespresso Konkurrenz machen
SP könnte Steuerabkommen kippen














S. Borell, Genf
)
(Vidocq
Verfasst am: 16.11.2011 23:28
Herr Müller
Wenn Sie noch einen letzten Funken Anstand... mehr
Zustimmen — 2 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 2 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
U. Hagmann, Zürich
)
(U.Hagmann
Verfasst am: 16.11.2011 22:05
Schleierhaft ...
sind für mich in dieser Sache zwei Dinge:... mehr
Zustimmen — 1 Leser ist auch dieser Meinung.
Ablehnen — 2 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten
A. Beobachter, Rheinland
)
(homo-politicus
Verfasst am: 15.11.2011 18:45
ich habe gehört, dass ...
im Tram jemand, der neben einem sass, den ich... mehr
Zustimmen — 6 Leser sind auch dieser Meinung.
Ablehnen — 16 Leser sind anderer Meinung.
Heiklen Inhalt melden antworten
Heiklen Inhalt melden antworten