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Krise im Euro-Land

Schweizer Ökonomin: Euro-Gefahr bedroht die Welt

Montag, 14. November 2011, 2:53 Uhr

Die in Deutschland tätige Schweizer Wirtschaftsexpertin Beatrice Weder di Mauro warnt vor einer globalen Eskalation der Euro-Schuldenkrise. «Die unmittelbare Gefahr liegt in der Euro-Zone, aber sie kann ausstrahlen auf die ganze Welt», sagte sie.

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«Ein globaler Rückschlag ist möglich», erklärte sie gegenüber der «Süddeutschen Zeitung» weiter

Schuldenabbau über mehrere Jahre

Eine Eskalation könne nur aufgehalten werden, wenn die europäischen Regierungen noch konsequenter zum Schuldenabbau übergingen und rasche Reformen einleiteten. Ein radikaler Abbau der Schulden sei alternativlos, betonte sie als Mitglied im deutschen Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Wirtschaftsweise). Der Schuldenabbau könne sich allerdings noch über mehrere Jahrzehnte hinziehen, ergänzt die Nationalökonom.

«Der Staat, das Bankensystem und weite Teile des Unternehmenssektors wären bankrott.»
Wirtschaftsexpertin Beatrice Weder di Mauro

Angestrebt werde das Ziel, dass alle Euro-Länder in rund 20 Jahren einen Schuldenstand in Höhe von 60 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung erreichten. Das entspricht den Kriterien des Vertrags von Maastricht.

Angesichts von Szenarien für einen möglichen Ausstieg Griechenlands aus der Eurozone warnte die Professorin aber vor einem Zerfall der Währungsunion. Eine Wiedereinführung etwa der Drachme bedeute, dass alle Schulden, die auf Euro lauteten, um ein Vielfaches höher wären und nicht zurückbezahlt werden könnten. «Der Staat, das Bankensystem und weite Teile des Unternehmenssektors wären damit bankrott.»

EU mahnt Schuldenabbau an

Die EU-Kommission skizziert düstere Prognosen für die Euro-Länder: Wegen der Schuldenkrise droht der EU eine Rezession. Der oberste Währungshüter Oli Rehn fordert einen unverzüglichen Schuldenabbau, ansonsten drohen den Defizitsündern Sanktionen.

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Die deutschen Wirtschaftsweisen hatten jüngst Kanzlerin Angela Merkel davor gewarnt, dass die ungelöste Euro-Schuldenkrise wie ein Damoklesschwert über der Wirtschaft hängt.  Die Professoren, zu denen auch Weder di Mauro zählt, haben für eine glaubhafte Sanierung der Staatsfinanzen in der Euro-Zone einen «Schuldentilgungspakt» vorgeschlagen.

Die Politik habe bisher mit viel Geld nur Zeit gekauft. Sollte die Schuldenkrise eskalieren, drohe eine Rezession, warnten die Regierungsberater in ihrem neuen Jahresgutachten. So oder so werde sich die Konjunktur in Deutschland im nächsten Jahr deutlich abkühlen.

(sda/afp/halp)

Kommentare aktiv...

H. Bernoulli, Zürich
(hbernoulli Mann)
Verfasst am: 15.11.2011 4:19

Was die Welt bedroht sind die ökonomischen Dogmen,

die proklamierte Alternativlosigkeit eines... [1]  mehr

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S. Borell, Genf
(Vidocq Mann)
Verfasst am: 14.11.2011 22:05

Mit Verlaub, Frau Spezialistin

Es wird spekuliert (wohl das Unwort 2011), dass... mehr

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S. Bieri

Verfasst am: 14.11.2011 12:42

Wo ist die Krise?

Krise, Krise...Blablabla, das sind einzig... mehr

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