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Krise im Euro-Land

Athen droht Steuersündern: Zahlt oder es geht an den Pranger

Montag, 14. November 2011, 14:07 Uhr

Die neue griechische Regierung hat ultimativ alle Steuersünder und Schuldner in Griechenland aufgefordert, zu zahlen. Anderenfalls werde sie ihre Namen veröffentlichen, damit jeder Bürger erfahre, wer seine Steuern nicht zahlt.

Bild Athene-Statue neben Griechenlandflagge.
Unter den krassesten Fällen sind 40 Menschen, die dem griechischen Staat jeweils mehr als 100 Millionen Euro vorenthielten. keystone

«Bis Donnerstag den 24. November werden alle Personen, die mehr als 150'000 Euro schulden, aufgerufen, sich bei den Steuerbehörden zu melden und ihre Schulden zu regeln», hiess es unter anderem in einer Erklärung des Finanzministeriums in Athen. «Nur so werden sie (die Steuersünder) verhindern, dass ihr Name veröffentlicht wird.»

Krasse Fälle
 
Die Behörde für Datenschutz und die Staatsanwaltschaft haben dazu grünes Licht gegeben. Das griechische Finanzministerium hatte bereits im Oktober zwei Listen mit hunderten Namen von Bürgern vorgelegt. Diese sollen dem Staat grosse Summen schulden. Die Namen der Steuersünder wurden jedoch nicht bekannt.

Papademos will politischen Fahrplan vorstellen

Der neue griechische Ministerpräsident Lucas Papademos will dem Parlament heute Abend sein politisches Konzept zur Überwindung der Staatskrise vorstellen. Davor will er mit Finanzminister Evangelos Venizelos zusammentreffen. Beobachter gehen davon aus, dass die Übergangsregierung die für Mittwoch vorgesehene Vertrauensabstimmung angesichts der breiten Unterstützung der zwei grossen Parteien für sich entscheiden wird.

Unter den krassesten Fällen seien 40 Menschen, die dem griechischen Staat jeweils mehr als 100 Millionen Euro vorenthielten. Einer davon habe ein jährliches Einkommen von 42'000 Euro angemeldet, hatte aber im Ausland Geldeinlagen in Höhe von 104 Millionen Euro. Ein Unternehmer schulde dem Staat 636 Millionen Euro, berichteten Abgeordnete, die damals die Liste gesehen hatten.
 
Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos hatte sich wiederholt entschlossen erklärt, die Namen zu veröffentlichen. Die griechische Presse veröffentlichte im Oktober mehrere Fotos der Listen, wo aber die Familiennamen der Steuersünder gestrichen waren.

(agenturen/koua)

Kommentare aktiv...

I. Ndlovu, Mbombela/NST
(Igwenya Mann)
Verfasst am: 15.11.2011 9:46

...so erschafft man...

...Helden und Martyrer... weil, das griechische... [1]  mehr

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H. Bernoulli, Zürich
(hbernoulli Mann)
Verfasst am: 15.11.2011 4:28

Dass GR nicht in der Lage ist, die Steuern

einigermassen korrekt einzutreiben, dürfte doch... mehr

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R. Keller, Luzern
(Roke81 Mann)
Verfasst am: 14.11.2011 22:39

Endlich sparen lernen

Das Wichtigste wäre, die Griechen würden... mehr

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