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Methanol-Vergiftungen - eine Chronik

Samstag, 12. November 2011, 2:46 Uhr

Mit dem Industrie-Alkohol Methanol gepanschter Schnaps hat schon oft zu schweren Vergiftungen geführt. Einige Trinker bezahlten den Konsum des Schwarzgebrannten mit dem Leben, wie eine kurze Chronologie dokumentiert:

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Juni 2011: Drei junge Russinnen sterben, weil ihnen auf einer Bootstour vor der Küste von Bodrum in der Türkei gepanschter Alkohol serviert wird. Mehr als 20 Urlauber kommen ins Krankenhaus. Zeitungsberichten zufolge wurde die Ware aus Nordzypern in mehrere türkische Städte geliefert. Auch im Ferienort Antalya seien Flaschen sichergestellt worden.

Juli 2009: Gepanschter Alkohol kostet im westindischen Bundesstaat Gujarat mindestens 136 Menschen das Leben. Sicherheitskräfte schließen 1200 Schwarzbrennereien und nehmen knapp 600 Menschen fest. Gujarat ist der einzige indische Bundesstaat, in dem Alkohol verboten ist. Bereits 1989 waren dort 132 Menschen an Vergiftungen gestorben.

Mai 2009: Auf der indonesischen Ferieninsel Bali sterben 16 Menschen nach dem Trinken von Alkohol an Methanol-Vergiftungen. Das Panschen von Alkohol ist in Indonesien keine Seltenheit. Oft wird Reiswein mit Chemikalien versetzt, um den Alkoholgehalt zu erhöhen. Im Januar waren 14 Menschen auf Java gestorben, die Fusel aus 90-prozentigem Alkohol, Ginseng und vergorenem Tee getrunken hatten.

September 2007: Auf Methanol-Basis schwarzgebrannter Alkohol kostet im südpakistanischen Karachi mindestens 41 Menschen das Leben. Alle hatten Billigschnaps auf dem Schwarzmarkt gekauft. Das Trinken von Alkohol ist in der Islamischen Republik nur nicht-muslimischen Minderheiten erlaubt.

Oktober 2006: Mengen an gepanschtem Wodka lösen in vielen Regionen Russlands eine Vergiftungswelle mit tausenden Erkrankungen und über hundert Todesfällen aus. Die Behörden berichten von völlig überfüllten Krankenhäusern. In mindestens zwei Gebieten wird der Notstand ausgerufen.

(dpa/halp)

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