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«Döner-Morde»: Haben Geheimdienste versagt?
Ein Polizistenmord und acht weitere Leichen, Bankräuber, rechtsextremistische Drahtzieher und ein Komplize. Die «Döner-Morde» in Deutschland weiten sich zur Staatsaffäre aus. Nun geraten die Geheimdienste in die Kritik.
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Nach dem Bekanntwerden der möglicherweise rechtsterroristischen Mordserie geraten die Sicherheitsbehörden in die Kritik. Der Vorsitzende des für die Kontrolle der Geheimdienste zuständigen Bundestags-Gremiums erklärte, er sei schockiert, dass es einer rechtsextremen Bande gelinge, über Jahre hinweg unbehelligt Morde in Deutschland zu begehen. Es müsse ermittelt werden, was bei der Aufklärung schiefgelaufen sei.
Informanten für Verfassungsschutz?
Die mutmasslichen Täter hätten schliesslich schon in den 1990er Jahren unter Beobachtung des Verfassungsschutzes gestanden. «Der Thüringer Verfassungsschutz hatte 24 Aktenordner, aber keine Ahnung», kritisierte der Politiker. Der Fall müsse ein Weckruf sein, Rechtsextremismus endlich entschieden zu bekämpfen.
Terroristische Taten
Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger sieht in der Mordserie mutmasslicher Rechtsextremisten Taten einer terroristischen Gruppierung. Die Täter hätten mindestens 13 Jahre lang über das Bundesgebiet verteilt schwere Straftaten begangen. «Geplant, nicht spontan», sagte Jäger. «Da ist die Grenze zum Terrorismus sicherlich erreicht, wenn nicht sogar überschritten.»
Es sei allerdings untypisch, dass die Gruppe sich nicht zu ihren Taten bekannt habe. Üblicherweise prahlten Terroristen mit solchen Anschlägen. Das sei «auch einer der wesentlichen Gründe, warum die Zusammenhänge zwischen diesen Taten den Ermittlungsbehörden erst so spät klar geworden sind».
Der Chef des Thüringer Verfassungsschutzes sagte dem Magazin «Focus», er habe bei seinem Amtsantritt prüfen lassen, ob die drei mutmasslichen Terroristen als Informanten des Verfassungsschutzes gearbeitet hätten. Darauf hätten sich keine Hinweise ergeben, gleichwohl seien letzte Zweifel nicht beseitigt worden. Als «ungewöhnlich aber denkbar» bezeichnete er es, dass sein Vorgänger Quellen «auf eigene Rechnung» unterhalten habe.
Seit 1990ern in Kontakt mit Rechtsextremisten
Der Generalbundesanwalt teilte mit, im Haus der mutmasslichen Mörder in Zwickau sei die Pistole gefunden worden, mit der zwischen 2000 und 2006 die so genannten Döner-Morde an sieben türkischstämmigen Deutschen und einem Griechen verübt worden seien. Zudem seien mehrere versandfertige DVDs an Nachrichtenagenturen und Islamische Kulturzentren gefunden worden, auf denen sich ein Propagandafilm einer Gruppe namens «Nationalsozialistischer Untergrund» befunden habe.
Suche nach Komplize
Die mutmasslich rechtsextremistischen Drahtzieher hatten einem Bericht des «Focus» zufolge einen Unterstützer. Demnach hatte ein 37-Jähriger aus Niedersachsen den Verdächtigen vor Jahren gegen Geld seinen Personalausweis überlassen. Damit soll das Wohnmobil gemietet worden sein, in dem sich zwei Männer am 4. November bei Eisenach laut Polizei erschossen, nachdem sie zuvor eine Bank ausgeraubt hatten.
Vor einer Woche hatte die Polizei zwei der drei Verdächtigen, Uwe B. und Uwe M. in einem Wohnmobil nahe Eisenach tot aufgefunden. In dem Wohnmobil entdeckten die Ermittler zudem die Dienstwaffe der im April 2007 getöteten Polizistin, nach deren Mördern seit Jahren gefahndet wird. Ihre mutmassliche Komplizin Beate Z. hatte sich der Polizei gestellt. Alle sollen bereits seit den 1990er Jahren Verbindungen zu rechtsextremistischen Kreisen unterhalten haben.
(agenturen/fasc)
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R. Anderegg
Verfasst am: 13.11.2011 15:14
wo blieb eigentlich der linke Aufschrei
als in Deutschland ein Kosovar mit islamistischen... mehr
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R. Anderegg
Verfasst am: 13.11.2011 0:21
Das musste leider so kommen...
Ich verurteile diese Schandtaten aufs... [1] mehr
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R. Keller, Luzern
)
(Roke81
Verfasst am: 12.11.2011 23:14
Schande für den Verfassungsschutz
Traurig für die Familien der Opfer, Schande für... mehr
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