Vermischtes
Forschung: Marathon-Mäuse in Lausanne
Forscher der ETH Lausanne haben eine Art Marathon-Maus erschaffen. Sie verbesserten das Muskelwachstum der Tiere, indem sie ein Eiweiss in deren Zellen ausschalteten. Die so manipulierten Mäuse rannten schneller und doppelt so weit wie «normale» Artgenossen - und sind ein Hoffnungsträger für Zuckerkranke.
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Die Forscher um Johan Auwerx von der ETH Lausanne schraubten für ihre Studie an einem so genannten Transkriptionsfaktor herum, wie die ETH Lausanne mitteilte.
Solche Faktoren stimulieren oder hemmen die Herstellung der Eiweisse, aus denen praktisch alle Zellbestandteile aufgebaut sind. Auwerx und seine Kollegen blockierten in Muskelzellen von Mäusen nun einen Faktor namens NCoR1, der normalerweise den Muskelaufbau bremst.
Unermüdliche Mäuse
Ohne diesen Bremsklotz entwickelten sich die Muskeln der Mäuse viel besser: Die Muskelfasern wurden dichter und die Muskeln stärker, wie die Forscher im Fachmagazin «Cell» berichten.
Zudem enthielten die Muskelzellen der veränderten Mäuse mehr Mitochondrien - jene Zellorganellen, die Energie in die Muskeln bringen. Die Mäuse rannten denn auch schneller und viel weiter als ihre Artgenossen, ohne erkennbare Ermüdungserscheinungen. Ausserdem vertrugen sie Kälte viel besser.
Für breite Palette von Tierarten - inklusive Menschen
Die Forscher führten danach dieselben Experimente mit Fadenwürmern durch - und auch bei diesen Tieren erhöhte das Ausschalten des Transkriptionsfaktors den Energieumsatz in den Muskeln. Die Resultate könnten also für eine breite Palette von Tierarten gelten - den Menschen eingeschlossen, hoffen Auwerx und seine Kollegen.
Ein Abschalten von NCoR1 bringt vermutlich aber noch mehr als die Muskeln aufzupumpen. Eine zweite Studie, die ebenfalls in «Cell» erscheint und an der Auwerx ebenfalls beteiligt war, zeigt nämlich, dass dieser Hemmfaktor auch bei der Stoffwechselkrankheit Diabetes eine Rolle spielt.
Fett, aber ohne Diabetes
Die Wissenschaftler blockierten in diesem Fall NCoR1 nicht in Muskelzellen, sondern in Fettzellen von Mäusen. Die Tiere wurden dadurch zwar fettleibig. «Aber anders als Mäuse, die aus anderen Gründen fettleibig werden, litten die von uns veränderten Mäuse nicht unter Diabetes», wird Auwerx zitiert
Bisher haben die Forscher noch keine unerwünschten Nebenwirkungen der Beseitigung von NCoR1 aus Fett- und Muskelzellen entdeckt. Sie haben deshalb bereits angefangen, mögliche medizinische Wirkstoffe zu suchen, mit denen sich der Transkriptionsfaktor ohne genetische Manipulationen hemmen liesse.
Muskelschwächen behandeln
Solche Therapien seien zum Beispiel vorstellbar, um Muskelschwächen bei alten Menschen zu bekämpfen und so Sturzverletzungen zu verhindern, sagte Auwerx. Zudem glaube er, dass sich mit einem solchen Ansatz auch bestimmte vererbbare Formen von Muskelschwäche und Muskelschwund behandeln lassen könnten.
Bestätigen sich die Resultate der Lausanner Forscher beim Menschen, werden aber nicht nur Ärzte ihre Ohren spitzen, sondern wohl auch einige Sportler. «Antidoping-Behörden werden überwachen müssen, dass solche Behandlungen nicht missbraucht werden», sagte Auwerx.
(sda/halp)
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I. Ndlovu, Mbombela/NST
)
(Igwenya
Verfasst am: 11.11.2011 12:54
Also nicht fuer mich!
...zwar Diabetes 2 aber auch etwas hmmm XXL...... mehr
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