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Swisscom mit weniger Umsatz aber mehr Gewinn

Mittwoch, 9. November 2011, 9:25 Uhr

Bei Swisscom ist der Umsatz in den ersten neun Monaten 2011 deutlich gesunken, um 4,9 Prozent auf 8,54 Mrd. Franken. Ursache dafür sind das Engagement bei Fastweb in Italien und der anhaltende Preiszerfall in der Schweiz.

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Bereinigt um die Sondereffekte, Währungen und Fastweb, resultierte immer noch ein Umsatzrückgang um 2,6 Prozent, wie die Swisscom mitteilte. Das Betriebsergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erreichte 3,52 Mrd. Franken, 0,7 Prozent weniger als im Vorjahr. 

Unter dem Strich blieben dem Schweizer Telekomriesen von Januar bis September 1,53 Mrd. Reingewinn. Das sind zwar 8,4 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Die Steigerung kam aber nur zustande, weil im Vorjahr Rückstellungen wegen des Mehrwertsteuerbetrugs bei Fastweb vorgenommen werden mussten. Zudem wurde im dritten Quartal 2011 ein einmaliger Ertrag von Fastweb aus einem Rechtsstreit verbucht.

Umsatzrückgang ohne Fastweb bei 1,2 %

Ohne Fastweb musste Swisscom in der Berichtsperiode einen Umsatzrückgang von 1,2 Prozent auf 6,95 Mrd. Fr. hinnehmen. Der Umsatz von Fastweb reduzierte sich um 7,8 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Swisscom führt dafür im Communiqué den aggressiven Preiswettbewerb in Italien an.

Die Aussichten für das Gesamtjahr bestätigte Swisscom, nachdem sie sie nach dem ersten Halbjahr reduziert hatte. Demnach rechnet der Konzern mit einem Umsatz von 11,5 Mrd. und einem EBITDA von 4,6 Mrd. Franken. Für 2011 werde weiterhin eine Dividende von mindestens 21 Franken pro Aktie erwartet.

Wie Swisscom weiter mitteilte, verlässt Strategiechef Daniel Ritz das Unternehmen.

Swisscom: Glasfaserausbau in Basel dank neuem Vertrag gesichert

Die Swisscom kann den Glasfaserausbau in Basel dank eines neuen Vertrags vorantreiben. Nach dem negativen Entscheid der Wettbewerbskommission (Weko) zum Basler Glasfaserausbau im September hätten Swisscom und die Industriellen Werke Basel (IWB) «in intensiven Gesprächen den Kooperationsvertrag in wesentlichen Punkten angepasst», teilte der Telecomanbieter mit. Dank der Streichungen und Anpassungen einzelner Klauseln könne der Ausbau des Glasfasernetzes in Basel rasch und ohne Verzögerungen vorangetrieben werden, heisst es. Der angepasste Vertrag sei ausserdem bereits mit dem Sekretariat der Weko besprochen.

Der Blaue Riese investiert nach eigenen Angaben über 100 Mio. Fr. in den Glasfaserausbau in Basel. Laut Swisscom-CEO Carsten Schloter dürfe man aus der für Basel gefundenen Lösung allerdings nicht ableiten, dass diese in gleicher Art und Weise auch auf die anderen Kooperationen angewendet werden könne. Jede Situation präsentiert sich laut Schloter unterschiedlich.

(sda/awp/vaid)

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