Schweiz
Schwarzer: «Eine Quotenfrau zu sein ist keine Schande»
Alice Schwarzer, Galionsfigur der Frauenbewegung, hat sich von der Gegnerin zur Befürworterin von Frauenquoten gewandelt. Männer täten gut daran, Frauen in Führungspositionen zu holen, denn diese Frauen müssten immer noch besser sein als Männer auf ähnlichen Posten, sagt sie in der «Rundschau».
«Eine Quotenfrau ist keine Schande», hält Schwarzer fest. Selbst die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sei eine Quotenfrau «und zwar auf Doppelquote». Denn Merkel sei einerseits aus der ehemaligen DDR stammend und anderseits als Frau in die Regierung gekommen.
Früher sei sie selber gegen Frauenquoten gewesen, räumt Schwarzer in dem «Rundschau»-Interview ein. Denn letztlich bestimmten Männer, die noch am Ruder seien, welche Frauen in diese höheren Gremien von Politik und Wirtschaft reinkommen sollten. «Und die werden natürlich das Mittelmass fördern, damit sie keine Konkurrenz ranziehen.» Zum andern gebe es zu bedenken, dass es ja auch genügend mittelmässige Männer auf diesen Posten habe, so Schwarzer.
«Alle Männer sind Quotenmänner»
Männer tun laut Schwarzer jedoch gut daran, Frauen in Kaderpositionen zu holen. Sie würden sehen, wie klug dieser Entscheid sei – aber «nicht weil die Frauen an sich besser sind.» Frauen müssten zurzeit allerdings besser sein als die Männer, um überhaupt etwas zu erreichen.
Männer haben laut Schwarzer generell die besseren Karrierechancen. Denn diese gelangten über Männernetzwerke in die höheren Gremien von Politik und Wirtschaft hinein. Deshalb seien eigentlich alle Männer auch Quotenmänner.
Klischeevorstellungen von jüngeren Frauen, die behaupteten, dass Alice Schwarzer passée sei, eine Figur von gestern mit Parolen von gestern, die es nicht mehr brauche, weist die Feministin zurück. Die von ihr herausgegebene Zeitschrift «Emma» habe die jüngsten Leserinnen aller deutschen Frauenzeitschriften. Ein Drittel von ihnen sei unter 30 Jahre. Und ihre Bücher würden schon lange vor allem von jungen Frauen gekauft.
Auf die Frage, welche Frauen sie selber bewundere, verweist Schwarzer auf das Werk und das Leben der französischen Schriftstellerin und Philosophin Simone de Beauvoir. Und jetzt bewundere sie Naturwissenschaftlerinnen und Sportlerinnen – «das sind Dinge, die ich nicht kann.» Über diese Frauen schreibe sie oder andere voller Bewunderung in der «Emma».
(sf/coro)
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W. kohl, basel
)
(willi08
Verfasst am: 4.11.2011 12:56
Männerquote?
Ich weiss nicht wo das Problem ist,die... [1] mehr
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C. STAUB, POST-MORTEM-CH
)
(ZENSUR-OPFER
Verfasst am: 4.11.2011 9:34
@G. rud.v.rohr, adliswil - K.K.S. einen hervorragenden Job ?
...hatte ich bis vor kurzem, und das mit... [1] mehr
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M. Steiner, Winterthur
)
(Mikey
Verfasst am: 4.11.2011 8:57
bitte umblättern.
Alice Schwarzer. Verbraucht, verschroben,... mehr
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