Vermischtes
Knatsch in Vals: Wie weiter mit der Therme?
Im Bündner Bergdorf Vals will ein Investor 50 Millionen Franken in den Thermen-Komplex investieren. Herzstück der Anlage ist die Felsentherme von Star-Architekt Peter Zumthor. Dass dort nun gebaut werden soll, missfällt ihm, wie er «10vor10» sagt. Er will die Zügel nun wieder selbst in die Hand nehmen.
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Seit sie vor 15 Jahren eröffnet wurde, ist Peter Zumthors Felsentherme ein Publikumsmagnet. Architekturliebhaber pilgern seither Jahr für Jahr nach Vals. Baden lässt es sich dort wunderbar, wohnen weniger. Der Erneuerungsbedarf des Hotel Therme ist unbestritten.
Die Gemeinde sucht bereits seit langem nach Investoren. Genauer gesagt seit 1983, als die Gemeinde aus Angst vor drohender Spekulation die ganze Anlage selbst übernommen hatte. Bislang war die Suche ergebnislos.
Millionen-Investitionen angekündigt
Am 12. September wendete sich das Blatt. Der Bündner Financier und Multimillionär Remo Stoffel, selbst in Vals aufgewachsen, hat der Gemeinde ein Angebot unterbreitet. Er will die Therme samt Appartementhäusern und Hotel vollständig übernehmen und dort 50 Millionen investieren. «Jetzt braucht's Innovation, neue Kraft. Wir müssen etwas Neues machen, sonst sind wir gar nicht mehr interessant», bekräftigt er gegenüber «10vor10» seinen Willen zu einer langfristigen Grossinvestition.
Für die Gemeinde, Besitzerin der Thermen-Anlage, hat Stoffel so eine neue Situation geschaffen. Erstmals erwägt die Behörde den vollständigen Verkauf der Anlage.
Zumthor will mitbieten
Diese neue Sachlage ruft auch andere Interessenten auf den Plan. So hat der Star-Architekt Peter Zumthor gegenüber «10vor10» deutlich gemacht, selber aktiv werden zu wollen.
Nun liegt der Ball bei den Valser Stimmbürgern. Doch die Gemeinde ist gespalten: Will sie einem Investor alles in die Hand geben? Oder will sie riskieren, keinen Investor mehr an Land ziehen zu können?
Tatsache ist: Zumthors Felsentherme ist das grosse Kapital der Valser. Rund 30 Millionen hat das kleine Dorf investiert. Doch wie es weiter gehen soll ist alles andere als klar.
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