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International

Blutige Spur der Taliban: Nato-Soldaten und Schulkinder getötet

Samstag, 29. Oktober 2011, 16:00 Uhr, Aktualisiert 18:49 Uhr

Beim bislang schwersten Anschlag auf die Nato-geführte Schutztruppe Isaf in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind 13 US-Soldaten getötet worden. Dem Anschlag fielen auch Schulkinder zum Opfer. Die Tat geht auf das Konto der Taliban.

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Der Selbstmordattentäter riss nach offiziellen afghanischen Angaben auch drei Zivilisten – darunter zwei Schulkinder – und einen Polizisten mit in den Tod. Die Nato machte wie gewöhnlich keine Angaben zur Nationalität der getöteten ISAF-Soldaten, nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums handelte es sich aber um US-Soldaten.

Taliban: «Unglücklicherweise» auch Zivilisten-Opfer

Die Polizei in Kabul teilte mit, der Angreifer habe sich in einem mit Sprengstoff gefüllten Auto in die Luft gesprengt. Ziel sei ein Isaf-Konvoi gewesen.

Aufrechterhaltung eines sicheren Umfeldes

Seit rund 10 Jahren sind Nato-Truppen in Afghanistan stationiert. Derzeit befinden sich rund 140'000 ausländische Soldaten am Hindukusch. Nach einem Nato-Beschluss sollen die afghanischen Sicherheitskräfte bis Ende 2014 im ganzen Land die Verantwortung für die Sicherheit übernehmen.

Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Ein Taliban-Sprecher sagte, der Anschlag habe amerikanischen Militärausbildern gegolten. In dem Wagen des Attentäters seien 700 Kilogramm Sprengstoff verbaut gewesen. «Unglücklicherweise» seien auch Zivilisten getötet worden.

Anschläge auch in Kandahar und Asadabad

Bei einem weiteren Zwischenfall in der südafghanischen Provinz Kandahar wurden zwei Isaf-Soldaten getötet. Die Isaf teilte mit, ein Mann in einer Uniform der afghanischen Nationalarmee habe seine Waffe gegen afghanische und ausländische Truppen gerichtet. Der Angreifer sei ebenfalls getötet worden.
 
Nach Angaben des afghanischen Verteidigungsministeriums handelte es sich bei den toten Soldaten um Australier. Ein Ministeriumssprecher sagte in Kabul, man prüfe, ob der Angreifer tatsächlich ein Armee-Angehöriger oder aber ein Aufständischer gewesen sei, der sich eine Uniform angeeignet habe.
 
Weiter sprengte sich in der ostafghanischen Provinz Kunar eine Selbstmordattentäterin in die Luft. Zwei Polizisten seien bei dem Anschlag in der Provinzhauptstadt Asadabad verletzt worden, sagte Kunars Polizeichef.

(dpa/sda/bers)