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Keine «Anti-BaZ»: Die Basler «TagesWoche» ist da

Freitag, 28. Oktober 2011, 12:15 Uhr

Es ist soweit: Erstmals ist die neue Basler Zeitung «TagesWoche» erschienen. Obwohl im Wirbel um Besitzer und Kurs der «Basler Zeitung» (BaZ) entstanden, will das Blatt aber keine «Anti-BaZ» sein.

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Angesichts der aktuell rund 5000 verkauften Abonnemente und des kleinen Teams ist das grosse Vorab-Echo dem Co-Chefredaktor Urs Buess «sehr unangenehm»: Es wecke nicht einlösbare Erwartungen.

Denn Schlagzeilen machte die «TagesWoche» schon vor der Erstausgabe – sogar aus Deutschland berichteten grosse Zeitungen und TV-Stationen.

Ohne Worte

Die «BaslerZeitung» hat das Neuerscheinen der «TagesWoche» am Freitag mit keiner Zeile gewürdigt. Lediglich am Donnerstag erschien auf Seite 24 unter der Sparte «Abseitsfälle» ein kleiner Hinweis auf die Zeitung.

Nach Protesten aus dem Boden gestampft 

Die Erwartungen wurzeln in der «TagesWoche»-Vorgeschichte: Der zweimalige Verkauf der «Basler Zeitung», deren rechtsbürgerlicher neuer Chefredaktor und ein Beratermandat Christoph Blochers liess Viele im linksliberalen Basel aufschreien, der Wunsch nach Alternativen war gross.

Neben diversen Protestaktionen sammelte die Internetaktion «'Rettet Basel' – für eine SVP-unabhängige Tageszeitung» innert dreier Tage über 10'000 Unterschriften. Journalisten skizzierten die Idee einer neuen Zeitung und Mäzenin Beatrice Oeri sagte zu.

Viele «BaZ»-Journalisten wanderten ab

Der «TagesWoche» lässt die Roche-Miterbin Oeri freie Hand und nimmt publizistisch keinen Einfluss. Ihre für vier Jahre versprochene Unterstützung läuft über eine Stiftung. «Der Ehrgeiz in der Redaktion ist gross, möglichst schnell selbsttragend zu werden», sagt Buess. Abos und Inserate würden ja auch Anerkennung bedeuten. Wie hoch das Budget ist, wird nicht bekannt gegeben.

Insgesamt zählt das «TagesWoche»-Team 30 Personen, davon 17 in der Redaktion. Von der «BaZ» gewechselt hat nicht nur Buess, der dort bis April Vize-Chefredaktor war, sondern die halbe «TagesWoche»-Redaktion. Auch von anderen Tageszeitungen und Wochenblättern sind einige gekommen, etwa vom «Beobachter», der «Basellandschaftlicher Zeitung» (bz) und dem «Blick».

Keine Tageszeitung 

Die Wochenzeitung gibt es im Abo – News stellt sie täglich aber auch kostenlos ins Netz. Das Zielpublikum der geduckten «TagesWoche» ist noch schwer zu fassen: Man ziele auf Stadt und Region, sagt Co-Chefredaktor Buess, neben Basler Geschichten seien auch die Schweiz und das Ausland im Fokus.

Das könne Leute ansprechen, die keine Tageszeitung haben. Die «TagesWoche» sei indes eine Ergänzung; Ersatz für eine solche könne sie nicht sein. 

(sf/sda/godc)

Kommentare aktiv...

D. Frei, Schattdorf
(dan_frei Mann)
Verfasst am: 28.10.2011 21:55

die Baz ist nicht zurecht

sonst könnten ja alle einigermassen normalen... [1]  mehr

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H. Hacker, Alpnach
(hackerherbert Mann)
Verfasst am: 28.10.2011 21:01

Ein linkes Käseblatt mehr..

auf dem Niveau von Blick, Tagi und WOZ. [1] 

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A. Planta, Chur
(plal Mann)
Verfasst am: 28.10.2011 19:10

«TagesWoche»

Hoffentlich nicht zu verwechseln mit der... mehr

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