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Facebook: Wer zu viel von sich preisgibt wird häufiger gemobbt

Konrad Weber
Donnerstag, 27. Oktober 2011, 20:05 Uhr

Jede dritte Person in der Schweiz verfügt über ein eigenes Facebook-Profil. Darunter auch viele Jugendliche. Diese verlegen ihre Auseinandersetzungen immer häufiger vom Pausenhof ins Internet, wie die «Tagesschau» berichtet.

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Vor allem die 12- bis 13-jährigen sind von dieser Tendenz am meisten betroffen, erklärt Fabio Sticca. Für die Universität Zürich hat er 850 Jugendliche aus den Kantonen Wallis, Thurgau und Tessin befragt.

Die Studienresultate erstaunen: «Nur» 2 Prozent der Befragten gaben an, wöchentlich mindestens einmal via Web gemobbt zu werden. Trotzdem: Bei jeder fünften Person geschieht eine solche Cybermobbing-Attacke mindestens einmal pro Monat.

Digitales Mobbing beginnt in realer Welt

Für Joachim Zahn von der Internet-Beratungsstelle zischtig.ch ist klar, in neun von zehn Fällen beginnt das digitale Mobben bereits in der realen Welt. Deshalb sei es wichtig, die Jugendlichen zu sensibilisieren.

«Wer im Internet mehr von sich preisgibt, ist auch schneller angreifbar», erklärt Zahn. Mit seinem Team führt er regelmässig Elternabende durch, an welchen auch Erwachsene den Umgang mit dem Internet lernen und direkt anwenden können. Nur dadurch könne sichergestellt werden, dass sich auch die Kinder ihres Verhaltens bewusster werden, meint Joachim Zahn.

Joachim Zahn erklärt, welche Regeln beachtet werden müssen («Tagesschau», 27.10.2011)

 Privatsphären-Einstellungen überprüfen

Zum sicheren Umgang mit dem Internet zählen auch die Privatsphären-Einstellungen auf Webportalen wie Facebook. Laut Daniel Süss, Professor für angewandte Psychologie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, haben nur rund 57 Prozent der Jugendlichen ihre Privatsphäre auf Facebook geschützt.

Bei einem Fünftel sind sämtliche hochgeladene Bilder und Statusmeldungen einsehbar und ein Viertel der 12- bis 19-Jährigen hatten noch nie von solchen Einstellungen gehört.

Mädchen sind vorsichtiger

Im Internet sind vor allem ältere Mädchen mit hohem sozialem Status vorsichtiger. Diese aktivieren ihre Privatsphären-Einstellungen fast zu 100 Prozent. Etwas schlechter sieht es bei jüngeren Knaben mit tiefem Bildungsniveau und sozialen Status aus.

Für Daniel Süss ist deshalb klar: Wer sich der Gefahren des Internets bewusst ist, geht mit seinen Daten verantwortungsvoller um und macht sich dadurch seltener angreifbar.

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T. Duran, New York
(Openyoureyes Mann)
Verfasst am: 28.10.2011 8:31

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Nur Dummköpfe lassen ihr Profil öffentlich und... mehr

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