Krise im Euro-Land
Euro-Gipfel schnürt Massnahmenpaket gegen Schuldenkrise
Europa hat ein umfassendes Massnahmenpaket gegen die Schulden- und Bankenkrise auf den Weg gebracht. Der Euro-Gipfel einigte sich in Brüssel unter anderem auf einen teilweisen Schuldenerlass für Griechenland.
- Nach dem EU-Gipfel die Ernüchterung
- SF-Korrespondent: «Euro-Retter gingen weiter denn je»
- Merkel und Sarkozy loben ihr Massnahmenpaket
- So will sich Euroland retten
- Das sind die Ergebnisse des Euro-Gipfels
- 26.10.11: EU-Schuldenkrise: Jetzt beginnt das grosse Feilschen
- 26.10.11: EU-Rettungsschirm: Der Trick des Hebels
- 26.10.11: Wie der EU-Rettungsschirm gestärkt werden kann
- 26.10.11: Der 1-Billion-Euro-Rettungsschirm ist beschlossene Sache
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Ergebnisse des Euro-Gipfels im Überblick
Die wichtigsten Punkte der Einigung hier:
Demnach sollen private Gläubiger wie Banken und Versicherer auf die Hälfte ihrer Forderungen verzichten. «Wir haben heute Nacht gezeigt, dass wir die richtigen Schlüsse aus der Krise ziehen», sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nach den zehnstündigen Beratungen in Brüssel. Mit dem Schuldenschnitt von 50 Prozent seien Banken und Versicherungen jetzt «substanziell» beteiligt, sagte die Kanzlerin weiter.
Was genau dieser beschlossene Schuldenschnitt im Falle Griechenlands bewirken soll, wird hier und im folgenden «10vor10»-Beitrag aufgezeigt.
Die Krisentreffen zogen sich wegen der zähen Verhandlungen mit den Bankenvertretern über Stunden hin. Dann schalteten sich Merkel, Sarkozy und Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker ein und brachten offensichtlich die Wende.
Skeptische Griechen
Die Griechen sehen den Schuldenschnitt mit gemischten Gefühlen. «Die Zeche werden wir, die einfachen Menschen, wieder zahlen müssen», sagte ein Passant ins Mikrofon des SF-Sonderkorrespondenten in Athen. Er zweifle, ob die Regierung diese Massnahmen auch wirklich alle umsetzen könne.
Rettungsschirm wird grösser
Die 17 Euro-Staaten verständigten sich in Brüssel auch darauf, die Schlagkraft des Rettungsfonds EFSF auf eine Billion Euro zu vervielfachen. Derzeit kann der Fonds 440 Milliarden Euro Kredite vergeben. Die Vervielfachung funktioniert mit einem sogenannten Hebel, der allerdings auch das Verlustrisiko bei Pleiten kriselnder Staaten erhöht.

«Euro-Retter gingen weiter denn je»
Nach äusserst zähen Verhandlungen und Ausübung massiven Drucks ist den Euro-Rettern ein wichtiger Schritt in der Bewältigung der Schuldenkrise Griechenlands geglückt. SF-Korrespondent Jonas Projer in Brüssel ordnet die neusten Entwicklungen ein. Lesen Sie hier mehr dazu.
Der EFSF wird nun teilweise das Risiko eines Zahlungsausfalls für Schuldtitel gefährdeter Euro-Staaten übernehmen. Er bietet quasi eine Art Teilkaskoversicherung, wenn Schuldenstaaten neue Anleihen ausgeben. Mehr zum «Hebel» lesen Sie hier:
Zudem soll ein neuer Sondertopf geschaffen werden, an dem sich der Internationale Währungsfonds IWF beteiligt. Dieser Fonds investiert in Anleihen, die der EFSF ebenfalls zum Teil absichert. Dabei könnten ausländische Investoren wie Staatsfonds aus China mitmachen.
Mehr Kapital für Banken
Der EU-Gipfel hatte sich zuvor schon über die Bankenkapitalisierung bis zum 30. Juni 2012 verständigt. Bis dahin müssen die systemrelevanten Banken ihre harte Kernkapitalquote auf neun Prozent anheben. Systemrelevante Banken würden bei einem
Zusammenbruch das gesamte Finanzsystem gefährden.
Diese Banken müssen mit 106,45 Milliarden Euro rekapitalisiert werden, wie die Europäische Bankenaufsicht (EBA) in London bekanntgab. Die grössten Beträge brauchen mit 30 Milliarden Euro Banken aus Griechenland sowie mit 26,16 Milliarden Euro Institute aus Spanien, mit 14,77 Milliarden Euro italienische Banken und mit 8,84 der Finanzsektor in Frankreich.
(sf/agenturen/koua/godc)
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W. Staub
(walter.staub1 )
Verfasst am: 27.10.2011 10:59
Noch schwierige Aufgaben stehen erst bevor
Wenn man partout den Euro retten will, blieb... mehr
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A. Moser, Interlaken
)
(dussel
Verfasst am: 27.10.2011 10:46
WOW - die EU beschliessen einen noch grösseren Rettungsschirm
um den Kollaps noch etwas weiter hinauszögern zu... mehr
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W. Staub
(walter.staub1 )
Verfasst am: 27.10.2011 10:13
Auch über immense Risiken informieren
Nach der Analyse eines geachteten Oekonomen... mehr
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