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Schweiz

Auslandschweizer sind chancenlos und kandidieren trotzdem

Montag, 24. Oktober 2011, 17:02 Uhr

Insgesamt 81 Auslandschweizer haben für den Nationalrat kandidiert. Sie stiessen beim heimischen Publikum jedoch auf wenig Interesse.

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Die Zahl der Auslandschweizer auf den Listen für die Nationalratswahlen hat sich dieses Jahr im Vergleich zu 2007 mehr als verdoppelt.

Sinnlos seien die Kandidaturen trotzdem nicht, betonte der Direktor der Auslandschweizer-Organisation, Rudolf Wyler: «Das ist eine Form der Kommunikation zwischen Schweizern im Inland und solchen im Ausland.» Die Parteien würden damit signalisieren, dass sie bereit seien, sich für die Schweizer im Ausland einzusetzen.

51 kandidierten für die SVP

Die SVP portierte am meisten Auslandschweizer – 51 in Genf, Zürich, Aargau, Basel-Stadt, Graubünden, Schaffhausen, Solothurn und Schwyz. Für die SP International traten 15 Kandidierende in den Kantonen Genf, Zürich und Schaffhausen zur Wahl an. Die Grünen präsentierten in Genf eine Liste mit sechs Schweizern, die in Frankreich leben. Auch die CVP Genf wollte mit Auslandschweizern punkten.

 
Dass die Wahlchancen der Auslandschweizer nahe bei null liegen, ist bekannt. Gemäss Bundeskanzlei ist noch nie ein Auslandschweizer ins eidgenössische Parlament gewählt worden. Mittels Listenverbindungen hätten die Auslandschweizer ihren Mutterparteien Stimmen bringen sollen, was auch jetzt nicht in grossem Masse geklappt hat.

Die sogenannte fünfte Schweiz zählt 130'000 Wählerinnen und Wähler. Eine Zahl, die sich gemäss Auslandschweizer-Organisation in den vergangenen 12 Jahren verdoppelt hat. Einer von zehn Schweizern lebt im Ausland – insgesamt 700'000 Menschen.

(sda/sprm)