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AKW Leibstadt: Mit Hausfrauenmittel gegen Bakterien im Kühlwasser

Freitag, 21. Oktober 2011, 16:56 Uhr

Das Atomkraftwerk Leibstadt im Aargau kämpft weiterhin gegen gefährliche Legionellen-Keime im Kühlwasser. Die AKW-Betreiberin KKL hat bei der Aufsichtsbehörde des Bundes einen Antrag auf regelmässige Desinfektionen mit Javelwasser gestellt.

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Die Entwicklung der Legionellen-Keime sei in den letzten Wochen eng überwacht worden, teilte die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) mit. Die Konzentration der Keime sei vorübergehend wieder angestiegen und habe zeitweise die empfohlenen Richtwerte des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) überschritten.

Aktuell werde jedoch keine erhöhte Konzentration gemessen. Ende August waren die Bakterien im Kühlwasser erstmals mit chemischen Desinfektionsmitteln bekämpft worden.

Erreger von Infektionskrankheiten

Das Problem sei noch nicht gelöst, sagte KKL-Mediensprecherin Karin Giacomuzzi. Die Keime würden auftauchen und wieder verschwinden. Man sei von Rechts wegen aufgefordert, die Keimzahlen längerfristig auf niedrigem Niveau zu halten.

Die Legionellen, im Wasser lebende Stäbchen-Bakterien, sind Erreger der Legionärskrankheit und anderer Infektionskrankheiten. Die Bakterien kommen in zahlreichen Arten vor und sind weltweit in Oberflächengewässern und im Boden verbreitet. Sie können auch in Duschen, Schwimmbädern oder Saunen auftreten.

Kampf mit Chemie

Um das Problem in den Griff zu bekommen, will das AKW künftig die Möglichkeit haben, regelmässig Desinfektionen mit Javelwasser (Chlorbleiche) vorzunehmen. Die AKW-Betreiberin reichte das entsprechende Gesuch diese Woche beim Eidgenössischen
Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) ein.

Der Einsatz von Javelwasser ist gemäss KKL eine anerkannte Methode. Auf diese Weise würden Keime und Bakterien auch in anderen Industrieanlagen mit Kühlsystemen oder in Schwimmbädern bekämpft.

In den Rhein geleitet

Stärkere Wirkstoffe (Biozide) waren bei der ersten, zwei Tage dauernden Desinfektion von Ende Juni im geschlossenen AKW-Kühlsystem eingesetzt worden. Ein unabhängiger Bericht habe die Umweltverträglichkeit während und nach dem Biozideinsatz bestätigt,
hält die KKL fest.

Die rund 16 Tonnen Desinfektionsmittel waren nach dem Einsatz behandelt und dosiert in den Rhein geleitet worden. Das AKW Leibstadt bezieht sein Kühlwasser aus dem Rhein.

Kritik in Deutschland

Deutsche Behörden hatten im Juli die späte Information durch die Schweiz kritisiert. Rund eine Woche nach der Desinfektionsaktion im AKW hatte die Schadstoffwelle im Rhein das Bundesland Nordrhein-Westfalen erreicht.

Gemäss KKL hatten die an den Rhein abgegebenen Stoffe weder das Trinkwasser noch Wasserlebewesen gefährdet. Im Bericht werde die Menge der in den Rhein gelangten Abfallprodukte als sehr gering eingeschätzt. Die Giftigkeit des an den Rhein abgegebenen Wassers sei überwacht worden.

Die Aktion hatte in Abstimmung mit dem ENSI stattgefunden. Involviert waren auch die beiden Bundesämter für Gesundheit (BAG) und Umwelt (BAFU) sowie die Aargauer Kantonsbehörden.

(sda/hesa)

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L. César, Zürich
(lynnce Frau)
Verfasst am: 21.10.2011 19:03

Hausfrauenmittel

Der Verfasser dieses Textes muss ein Mann sein.... mehr

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