Krise im Euro-Land
Schuldenkrise: Obama sitzt im Glashaus und wirft Steine
Die Euro-Krise spitzt sich immer mehr zu – und die USA werden immer nervöser. Jetzt warnen US-Präsident Obama und Finanzminister Geithner. Die Krise in Europa sei die grösste Gefahr für die US-Wirtschaft – und bedrohe die ganze Welt. Die US-Staatsschulden erwähnten sie nicht.
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Die USA schlagen wegen der Euro-Krise Alarm. Die Entwicklung gefährdet nach Ansicht von Präsident Barack Obama und Finanzminister Timothy Geithner die Erholung der Wirtschaft in den USA und in der ganzen Welt.
Erwartungen an G20-Gipfel in Cannes
«Der zur Zeit stärkste Gegenwind für die US-Wirtschaft ist die Unsicherheit über Europa», sagte Obama. Es bestehe die Gefahr, dass die Krise auf die globalen Finanzmärkte überschwappe, meinte er bei einer Pressekonferenz im Weissen Haus.
Ähnlich wie sein Präsident äusserte sich auch Geithner. Obama machte klar, dass er zum G-20-Gipfel Anfang November in Cannes erwarte, dass die Europäer einen «sehr starken konkreten Aktionsplan» vorlegen. Dieser Plan müsse den gegebenen Anforderungen tatsächlich genügen, fügte Obama hinzu. Die Europäer «müssen das Problem lösen».
Europas Banken im Stress - neuer Test?
Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) will jetzt europäische Institute offenbar erneut einem Stresstest unterziehen.
Die «Financial Times» berichtet, es könnte sich dabei herausstellen, dass den Banken bis zu etwa 230 Milliarden Euro an Kapital fehlen. Da stellt sich nach Meinung vieler Beobachter die Frage, ob die EBA beim ersten Stresstest sauber gearbeitet hat.
Die EBA dementierte Meldungen über neue Stress-Tests wegen der aktuellen Branchenprobleme. Aber - man sehe «sich die Kapitalpositionen der Banken an», teilte die Aufsicht in London mit.
Obama betonte, die USA hätten nach der schweren Finanzkrise 2008 Konsequenzen gezogen und den Finanz- und Bankensektor gestärkt. Die Europäer hätten damals nicht mit einem derart «aggressiven Handeln» reagiert.
Zugleich äusserte Obama aber auch Verständnis, dass politisches Handeln innerhalb der EU komplizierter sei und langsamer vor sich gehe als in den USA. Die Koordination sei in Europa angesichts der vielen Staaten und deren Parlamente schwieriger.
«Der politische Prozess ist hart»
In seinen Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy habe er den Eindruck gewonnen, dass beide sich der Gefahren sehr bewusst seien. «Aber der politische Prozess ist hart.»
Geithner meinte: «Europas langwierige ökonomische und finanzielle Krise hat den Druck auf das globale Wachstum erhöht». Vor einem Kongress-Ausschuss mahnte er ebenfalls rasches Handeln der Europäer an. Die USA würden mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) daran arbeiten, «europäische Führer zu ermutigen, entschlossener eine gemeinsame Strategie zur Stabilisierung der Situation umzusetzen».
Entscheidend ist laut Geithner, eine Art «finanziellen Schutzschilds» aufzubauen und die politischen Massnahmen, die grundlegenden Ursachen für die Krise auch langfristig zu bekämpfen, meinte Geithner.
Obama: Republikaner müssen Blockade aufgeben
Obama machte sich zugleich für sein 450 Milliarden Dollar schweres Konjunkturprogramm stark, mit dem er die hohe Arbeitslosigkeit bekämpfen will. Es gebe keinen Zweifel, dass die US-Konjunktur derzeit schwächer sei als zum Jahresbeginn.
Der Kongress müsse das Programm jetzt rasch verabschieden, die Republikaner müssten ihre Blockadepolitik aufgeben. Es sei jetzt keine Zeit für «politische Spiele», sagte Obama.

US-Schulden als Risiko für die Weltwirtschaft
Die budgetäre Schieflage in den USA ist eine Gefahr für die globale Finanzstabilität. Mit dieser Warnung hat der Internationale Währungsfonds (IWF) in einem Finanzstabilitätsbericht seinem grössten Geldgeber, den USA, kräftig auf die Finger geklopft.
Es fehle eine «glaubwürdige Strategie», um den US-Budgetpfad wieder auf einen nachhaltigen Kurs zu lenken. Carlo Cottarelli, Chef der IWF-Abteilung für Haushaltsfragen, warnte: «Wenn dieses Risiko schlagend wird, hätte es schwerwiegende Konsequenzen für den Rest der Welt. Daher ist es wichtig, dass die USA lieber früh als spät ihre Budgetkonsolidierung auf sich nimmt.»
Heute steht die Regierung unter Barack Obama vor einem Schuldenberg von mehr als 14 Billionen US-Dollar. Davon sind rund 10,4 Billionen Dollar öffentliche Schulden.
(agenturen/sf/halp)
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W. Wieser, St. Augustine
)
(WalterFlorida
Verfasst am: 7.10.2011 19:57
Schuldenberg der USA.
Herr Obama hat in drei Jahren Amtszeit mehr... [2] mehr
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W. Wieser, St. Augustine
)
(WalterFlorida
Verfasst am: 7.10.2011 16:01
Die Probleme sind die gleichen, SOZIALISMUS!
Zuviele Leute leben vom "Staat",... [1] mehr
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B. Hermann, Bern
)
(Beppie
Verfasst am: 7.10.2011 13:38
I. Ndlovu ''Matastase''
Wohl eher umgekehrt, genau genommen. Es waren... [1] mehr
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