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Palin verzichtet auf Präsidentschafts-Kandidatur
Sarah Palin for President? Jedenfalls nicht 2012, wie die ehemalige Gouverneurin von Alaska in der Nacht erklärt hat. Bei der Entscheidungsfindung halfen ihr nach eigenen Angaben das Gebet und «ernsthaftes Nachdenken».
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Barack Obama muss Sarah Palin als Rivalin für die Wahlen 2012 nicht mehr fürchten. 2008 war sie noch als Vize-Kandidatin an der Seite von John McCain für die Republikaner in den Ring gegen Obamas Kandidatur gestiegen.
«Gott, Familie und Vaterland»
Sie habe ihre Entscheidung «nach vielen Gebeten und ernsthaftem Nachdenken» getroffen, gibt Palin in einer Erklärung bekannt. Ihre Prioritäten seien «Gott, die Familie und das Vaterland» – und eben auch in dieser Reihenfolge. Sie könne ihre politischen Ziele besser als Privatperson ohne politisches Amt verfolgen.
Ihr Verzicht auf eine Kandidatur ist von vielen Republikanern erwartet worden. Vor allem seitdem Konkurrentin Michele Bachmann ihr als Kandidatin der Tea-Party-Bewegung zunehmend den Rang abgelaufen hat.
In der Wahl der Mittel nicht immer stilsicher
Zudem leistete sich Palin auch in jüngerer Vergangenheit zahlreiche verbale Ausrutscher. Vor Jahren noch wegen ihrer Unkenntnis der internationalen Politik verlacht, brachte sie viele Amerikaner mit ihren Attacken gegen demokratische Politiker gegen sich auf.
So war sie für die Inhalte einer Website verantwortlich, welche politische Gegner mit einem Fadenkreuz markierte. Kurz darauf wurden neun Menschen bei einem Attentat auf die demokratische Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords getötet Opfer eines Attentats, an dessen Folgen sie noch heute leidet.
Romney und Perry in der Favoritenrolle
In Umfragen war die einstige Ikone der Tea-Party-Bewegung denn auch schon seit Monaten zurückgefallen. Es heisst, die strikt konservative Politikerin polarisiere die Amerikaner zu sehr. Palin selbst scheint das inzwischen auch einzusehen: Sie wolle mit einer vermutlich chancenlosen Kandidatur nicht zur Wiederwahl von Barack Obama beitragen.
Als Favoriten im Lager der Republikaner gelten derzeit der Ex-Gouverneur von Massachusetts, Mitt Romney, und der texanische Gouverneur Rick Perry. Es wird erwartet, dass der Kandidat der Grand Old Party, wie die Republikaner in den USA genannt werden, aus dem Kreis der jetzt bekannten Kandidaten bestimmt wird.
Die Vorwahlen beginnen Anfang Januar, die Präsidentenwahl ist am 6. November 2012.
(agenturen/falt)



