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Krise im Euro-Land

Umfrage: Griechen erwarten Staatspleite

Sonntag, 2. Oktober 2011, 13:18 Uhr

Die 67,3 Prozent der Griechen hält eine Staatspleite ihres Landes für unabwendbar. Gleichzeitig wollen sie in diesem Fall aber, dass Griechenland in der Eurozone bleibt. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor.

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Gemäss der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kapa Research in der Athener Sonntagszeitung «To Vima» befürwortet nur knapp jeder Fünfte die Wiedereinführung der alten Währung Drachme.

Für eine neue Sonder-Immobiliensteuer

Hingegen steht die Mehrheit der Bürger auch für Entlassungen im staatlichen Bereich ein. Dagegen äusserten sich 40 Prozent. Neun von zehn Befragten sind für die Verschlankung des Staates durch die Fusion verschiedener Behörden.

60 Prozent sind auch bereit, die neue Sonder-Immobiliensteuer in Höhe von im Schnitt vier Euro pro Quadratmeter für ihre Wohnungen zu zahlen – und das obwohl 75 Prozent der Befragen die Abgabe als ungerecht einstufen.

In einer anderen Umfrage, die in der Boulevardzeitung «Ethnos» veröffentlicht wurde, fürchten 56,4 Prozent der Befragten, dass das Land den wirtschaftlichen Zusammenbruch nicht abwenden werde.

«Mutlosigkeit» der Regierung ist schuld

Knapp 50 Prozent der Befragten wollen demnach eine Koalition der beiden grossen Parteien, der Sozialisten unter Ministerpräsident Giorgos Papandreou und der Bürgerlichen von der Oppositionspartei Nea Dimokratia unter Antonis Samaras. Diese Notstandsregierung könnte das Land möglicherweise besser aus der tiefen Krise führen.

Als eine der Ursachen für die Misere – trotz der Hilfe aus anderen europäischen Ländern – sehen die Griechen die «Mutlosigkeit» der Regierung Papandreou. Zudem fordern 57 Prozent der Befragten die Gewerkschaften zu einem sozialen Frieden auf, damit das Land die Pleite abwenden könne.

Die Umfrage führte das Meinungsforschungsinstitut «Marc» durch. Befragt wurden 1005 Haushalte repräsentativ zwischen dem 26. und dem 29. September.

(dpa/muei)